Bereitstellen einer Access-Anwendung

Access bietet eine funktionsreiche Plattform für die Entwicklung von Datenbankanwendungen. Eine Datenbankanwendung ist ein Computerprogramm, das sowohl eine Möglichkeit zum Speichern und Verwalten von Daten als auch eine Benutzeroberfläche bietet, die der Logik von Geschäftsaufgaben folgt (Anwendungslogik).

Zur Bereitstellung von Access-Anwendungen, die ausgeführt werden können, ohne Access auf dem Computer eines Benutzers installieren zu müssen, können Sie sie zusammen mit Access Runtime verteilen, die kostenlos im Download Center von Microsoft.com verfügbar ist.

In diesem Artikel werden die grundlegende Bereitstellungsplanung, die Funktionen von Access Runtime und das Herunterladen der Runtime erläutert. Der Artikel bietet auch einen Überblick über die Bereitstellung von Datenbankanwendungen mit Hilfe von Access.

Inhalt dieses Artikels

Planen der Bereitstellung

Grundlegendes zu Access Runtime

Herunterladen von Access Runtime

Bereitstellen einer Access-Anwendung

Planen der Bereitstellung

Bevor Sie beginnen, sollten Sie sich die folgenden Fragen zur Art der Bereitstellung der Anwendung stellen.

Sollen Daten und Logik getrennt bereitgestellt werden?

Sie können eine Access-Anwendung erstellen, die Datenverwaltung und Anwendungslogik in einer Datei kombiniert. Dies ist die standardmäßige Anwendungsstruktur in Access. Die Kombination von Datenverwaltung und Anwendungslogik in einer Datei stellt die einfachste Bereitstellungsmethode dar, aber diese Methode funktioniert dann am besten, wenn die Anwendung nur jeweils von einer Person gleichzeitig verwendet wird, und sie birgt ein gewisses Risiko. So könnte ein Benutzer beispielsweise einen Datenverlust verursachen, indem er die Anwendungsdatei versehentlich löscht oder beschädigt.

In den meisten Fällen sollten Sie Datenverwaltung und Anwendungslogik trennen. Dadurch werden folgende Aspekte verbessert:

  • Sicherheit    Die Verwendung eines Servers zur Datenspeicherung kann dazu beitragen, die Datensicherheit zu gewährleisten.

  • Leistung    Die Verwendung einer geteilten Datenbank oder eines Datenbankservers kann dazu beitragen, den Netzwerkverkehr zu reduzieren.

  • Anpassbarkeit    Mithilfe von neuen Makroaktionen für den Navigationsbereich können Sie steuern, wer was sieht. Sie können verschiedene Anwendungslogikdateien an verschiedene Benutzer verteilen.

Methoden zum Trennen von Daten und Logik

Eine Möglichkeit, Daten und Logik zu trennen, besteht darin, den Befehl Access-​​Datenbank zu verwenden (auf der Registerkarte Datenbanktools in der Gruppe Daten verschieben). Der Befehl Access-​​Datenbank teilt Ihre Datenbankanwendung in zwei Access-Dateien auf: eine für Daten und eine für Logik. Wenn Sie den Befehl Access-​​Datenbank verwenden, erstellt Access eine Datei, an deren Namen "_be" (für "Back-End") angehängt wird. Wenn der ursprüngliche Dateiname der Datenbank beispielsweise "Datenbank1.accdb" lautet, erstellt Access eine neue Datenbankdatei namens "Datenbank1_be.accdb".

Eine weitere Möglichkeit, Datenverwaltung und Anwendungslogik zu trennen, besteht darin, ein Datenbankserverprogramm (z. B. Microsoft SQL Server) für die Datenverwaltung und Access für die Anwendungslogik zu verwenden.

Um zu entscheiden, ob eine einzige Access-Datei für Datenverwaltung und Anwendungslogik ausreicht, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Datenintegrität und Sicherheit    Access-Benutzer müssen über Lese-/Schreibrechte für die Datei verfügen, die die Anwendungslogik enthält. Wenn Sie Daten und Logik in einer Datei kombinieren, sind die Daten den gleichen Risiken ausgesetzt wie die Anwendungslogik.

    Eine Access-Anwendung, die getrennte Logik- und Datendateien verwendet, kann durch Verwendung von NTFS-Sicherheitsfunktionen zum Schutz der Datenintegrität und -sicherheit beitragen. Da Benutzer nur für die Anwendungslogikdatei expliziten Lese- und Schreibzugriff benötigen, kann die Datendatei sicherer gemacht werden.

    Ihre Anwendung kann weitere Sicherheitsoptionen erfordern, wie z. B. die Möglichkeit zu steuern, welche Benutzer Zugriff auf bestimmte Daten erhalten. In diesem Fall sollten Sie ein Serverprodukt wie SQL Server oder ein Windows Server-Betriebssystem mit Windows SharePoint Services zum Speichern und Verwalten Ihrer Anwendungsdaten verwenden und die Anwendungslogik über Access bereitstellen.

  • Skalierbarkeit    Eine Access-Datei kann maximal 2 GB (Gigabyte) groß sein. 2 GB sind zwar eine beträchtliche Größe für Textdaten, können für einige Anwendungen aber unzureichend sein, insbesondere für Anwendungen, die Anhänge in Datenbankeinträgen speichern. Wenn Sie Daten und Logik trennen, kann Ihre Anwendung mehr Daten aufnehmen. Wenn Sie davon ausgehen, dass Benutzer ein großes Datenvolumen speichern, können Sie die Verwendung mehrerer Access-Datendateien in Betracht ziehen.

    Sie sollten zudem die Access-Programmspezifikationen auf andere Skalierbarkeitsinformationen überprüfen. Weitere Informationen zu Access-Spezifikationen finden Sie im Artikel Access-Spezifikationen.

  • Netzwerkkapazität    Wenn mehrere Benutzer die Anwendung gleichzeitig über ein Netzwerk nutzen müssen und Daten und Logik in einer Datei kombiniert werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Daten beschädigt werden. Wenn Sie Daten und Logik außerdem in einer Access-Datei kombinieren, können Sie den von Access erzeugten Netzwerkverkehr nicht optimieren. Wenn mehrere Benutzer Ihre Anwendung gleichzeitig über ein Netzwerk nutzen, sollten Sie Daten und Logik trennen, entweder durch Verwendung von zwei oder mehr Access-Dateien oder durch Verwendung eines Datenbankserverprodukts für Daten und Access für Anwendungslogik.

Wie wird die Netzwerkumgebung aussehen?

Wenn sich Ihre Benutzer alle im gleichen lokalen Netzwerk befinden oder wenn Ihre Anwendung nicht über ein Netzwerk verwendet wird, kann eine einzige Anwendungsdatei in den meisten Situationen gut funktionieren.

Die Netzwerkleistung wird besser sein, wenn Sie Daten und Logik trennen. Wenn sich Ihre Benutzer nicht im selben lokalen Netzwerk befinden, verwenden Sie einen Server zum Speichern und Verwalten Ihrer Daten und Access für die Anwendungslogik.

Verwenden die Benutzer Access?

Wenn alle Benutzer Access auf ihren Computern installiert haben, können sie die Anwendung öffnen und wie jede Access-Datenbankdatei verwenden.

Wenn einige oder alle Ihrer Benutzer Access nicht auf ihren Computern installiert haben, müssen Sie die Access Runtime-Software bei der Bereitstellung Ihrer Anwendung an diese Benutzer verteilen.

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Grundlegendes zu Access Runtime

Access Runtime ist ein weiterverteilbares Programm, mit dem Personen, die Access nicht auf ihren Computern installiert haben, Access-Datenbankanwendungen verwenden können. Beim Öffnen einer Access-Datenbank mithilfe von Access Runtime wird die Datenbank im Laufzeitmodus geöffnet.

Was ist der Laufzeitmodus?

Der Laufzeitmodus ist ein Access-Betriebsmodus, in dem bestimmte Access-Funktionen standardmäßig nicht verfügbar sind. Einige dieser nicht verfügbaren Funktionen können im Laufzeitmodus, jedoch verfügbar gemacht werden.

Welche Funktionen sind im Laufzeitmodus nicht verfügbar?

Die folgenden Access-Funktionen sind im Laufzeitmodus nicht verfügbar:

  • Navigationsbereich    Der Navigationsbereich ist im Laufzeitmodus nicht verfügbar. Dadurch wird verhindert, dass Benutzer auf beliebige Objekte in Ihrer Datenbankanwendung zugreifen. Nur die Objekte, die Sie den Benutzern zur Verfügung stellen (z. B. durch Bereitstellung eines Übersichtsformulars) können im Laufzeitmodus geöffnet werden. Sie können den Navigationsbereich im Laufzeitmodus nicht verfügbar machen.

  • Menüband    Standardmäßig ist das Menüband im Laufzeitmodus nicht verfügbar. Dadurch wird verhindert, dass Benutzer Datenbankobjekte erstellen oder ändern und andere potenziell schädliche Aktionen ausführen, wie z. B. die Herstellung einer Verbindung zu neuen Datenquellen oder den Export von Daten auf eine Weise, die Sie nicht beabsichtigen. Sie können ein benutzerdefiniertes Menüband erstellen und dieses dann einem Formular oder Bericht zuordnen. Sie können die standardmäßigen Registerkarten des Menübands nicht im Laufzeitmodus verfügbar machen.

  • Entwurfsansicht und Layoutansicht    Entwurfsansicht und Layoutansicht stehen für Datenbankobjekte im Laufzeitmodus nicht zur Verfügung. Dadurch wird verhindert, dass Benutzer den Entwurf von Objekten in Ihrer Datenbankanwendung ändern. Sie können die Entwurfsansicht oder die Layoutansicht im Laufzeitmodus nicht aktivieren.

  • Hilfe    Standardmäßig ist die integrierte Hilfe im Laufzeitmodus nicht verfügbar. Da Sie steuern, welche Funktionalität in Ihrer Anwendung im Laufzeitmodus verfügbar ist, können einige der standardmäßig integrierten Access-Hilfethemen für Personen, die Ihre Anwendung nutzen, irrelevant sein und sie möglicherweise verwirren oder frustrieren. Sie können Ihre eigene benutzerdefinierte Hilfedatei als Ergänzung zu Ihrer Anwendung im Laufzeitmodus erstellen.

Kann ich eine Access-Datenbank im Laufzeitmodus öffnen, ohne die Access Runtime-Software zu verwenden?

Auf einem Computer, auf dem die Vollversion von Access installiert ist, können Sie jede Access-Datenbank im Laufzeitmodus ausführen. Zum Ausführen einer Access-Datenbank im Laufzeitmodus führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

  • Ändern Sie die Dateinamenerweiterung der Datenbankdatei von ACCDB in ACCDR.

  • Erstellen Sie eine Verknüpfung zur Datenbank, und schließen Sie die Befehlszeilenoption /Runtime in die Verknüpfung ein.

Macht der Laufzeitmodus meine Datenbank sicherer?

Obwohl der Laufzeitmodus die Verfügbarkeit von Navigations- und Designfunktionen einschränkt, sollten Sie den Laufzeitmodus nicht als primäres Mittel zum Schutz einer Datenbankanwendung einsetzen. Auf einem Computer, auf dem die Vollversion von Access installiert ist, kann es für einen Benutzer möglich sein, eine Laufzeitdatenbankanwendung als normale Datenbankanwendung zu öffnen (d. h. mit allen verfügbaren Funktionen) und dann das Design zu ändern oder andere unerwünschte Aktionen durchzuführen.

Selbst wenn Sie Ihre Datenbankanwendung nur auf Computern bereitstellen, auf denen keine Vollversion von Access installiert ist, können Benutzer die Anwendung dennoch auf einen Computer übertragen, auf dem die Vollversion von Access installiert ist, und die Laufzeitdatenbankanwendung dann als normale Datenbankanwendung öffnen.

Hinweis: Wenn Sie eine Access-Anwendung so verteilen möchten, dass Benutzer das Design von Formularen, Berichten oder VBA-Modulen (Microsoft Visual Basic for Applications) nicht ändern können, verwenden Sie eine kompilierte Binärdatei (.accde). Weitere Informationen zur Verwendung einer kompilierten Binärdatei finden Sie im Abschnitt Auswählen des zu verwendenden Dateiformats weiter unten in diesem Artikel.

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Herunterladen von Access Runtime

Zum Herunterladen von Access Runtime aus dem Microsoft Download Center klicken Sie auf den entsprechenden Link für Ihre Version:

Für das Herunterladen, Verwenden oder Weiterverteilen von Access Runtime ist kein Kauf erforderlich, und es gibt keine Begrenzung der Anzahl der Benutzer, an die Sie die Laufzeit verteilen können.

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Bereitstellen einer Access-Anwendung

Zum Bereitstellen einer Access-Anwendung müssen Sie mindestens die folgenden Aufgaben ausführen:

  1. Erstellen der Anwendung    Die Anwendung sollte den Benutzern eine Möglichkeit zum Öffnen und Verwenden von Datenbankobjekten bereitstellen. Wenn Ihre Anwendung diese Optionen nicht bereitstellt, muss Access auf den Computern Ihrer Benutzer installiert sein, um die Anwendung nutzen zu können. Darüber hinaus können Sie nicht vorhersagen, wie die Benutzer innerhalb Ihrer Anwendung navigieren, und es wird schwieriger für Sie sein, eine vollständige Anwendungsdokumentation bereitzustellen. Wenn Benutzer Ihre Anwendung mit der Access Runtime-Software öffnen, sind außerdem die integrierten Access-Navigationsfunktionen nicht verfügbar.

    Ein Ansatz besteht darin, ein Formular mit Befehlsschaltflächen zum Öffnen von Datenbankobjekten oder Ausführen anderer Aktionen zu erstellen, und dann dieses Formular als Standardformular festzulegen, das beim Start der Anwendung geöffnet wird.

    Hinweis: Hilfe zum Erstellen eines Formulars finden Sie im Thema Erstellen eines Formulars mit dem Formulartool.

    Wie kann ich das zu öffnende Standardformular angeben?

    1. Klicken Sie auf Datei und dann auf Access-Optionen. Wenn Sie Access 2007 verwenden, klicken Sie auf die Microsoft Office-Schaltfläche und dann auf Access-Optionen.

    2. Klicken Sie links im Dialogfeld Access-Optionen auf Aktuelle Datenbank.

    3. Wählen Sie im rechten Bereich unter Anwendungsoptionen das gewünschte Standardformular über das Kombinationsfeld Formular anzeigen aus.

    Sie können auch ein benutzerdefiniertes Menüband erstellen und dieses dann einem Formular zuordnen, das sich beim Start Ihrer Anwendung öffnet. Weitere Informationen zum Erstellen eines benutzerdefinierten Menübands finden Sie im Artikel Erstellen eines benutzerdefinierten Menübands in Access.

  2. Installieren der Anwendung    Es gibt mehrere Optionen und Vorschläge bezüglich der Installation einer Anwendung. Möglicherweise möchten Sie ein bestimmtes Dateiformat bereitstellen, um besser steuern zu können, wie Benutzer die Anwendung verwenden. Alternativ können Sie ein Paket mit der Anwendung erstellen, um die Installation zu erleichtern, oder separate Daten- und Logikkomponenten bereitstellen.

    In den folgenden Abschnitten finden Sie weitere Informationen zu diesen Optionen und Vorschlägen.

Auswählen des zu verwendenden Dateiformats

Es gibt vier Access-Dateiformate, die Sie beim Bereitstellen einer Anwendung verwenden können:

  • .accdb    Dies ist das Standarddateiformat für Access. Wenn Sie eine Anwendung in diesem Format bereitstellen, haben die Benutzer die meisten Möglichkeiten, die Anwendung nach ihren Wünschen anzupassen und darin zu navigieren. Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Benutzer das Design Ihrer Anwendung nicht ändern, sollten Sie das ACCDE-Dateiformat verwenden. Darüber hinaus kann ein Benutzer nicht ohne weiteres feststellen, ob eine ACCDB-Datei nach dem Packen geändert wurde. Um Dies ersichtlich zu machen, verwenden Sie das ACCDC-Dateiformat.

  • .accdc    Dieses Format wird auch als Access-Bereitstellungsdatei bezeichnet. Eine Access-Bereitstellungsdatei umfasst eine Anwendungsdatei und eine digitale Signatur, die dieser Datei zugeordnet ist. Dieses Dateiformat garantiert den Benutzern, dass niemand die Anwendungsdatei geändert hat, nachdem Sie sie gepackt haben. Sie können dieses Format auf eine Access-Datei im Standardformat (.accdb) oder auf eine von Access kompilierte Binärdatei (.accde) anwenden.

    Sie können nur eine Anwendungsdatei in einer Access-Bereitstellungsdatei speichern. Wenn Ihre Anwendung über getrennte Daten- und Logikdateien verfügt, können Sie diese separat packen.

  • .accde    Dieses Format wird auch als kompilierte Binärdatei bezeichnet. In Access ist eine kompilierte Binärdatei eine Datenbankanwendungsdatei, die mit dem gesamten kompilierten VBA-Code gespeichert wurde. In einer von Access kompilierten Binärdatei verbleibt kein VBA-Quellcode.

    Sie können Access Runtime verwenden, um eine von Access kompilierte Binärdatei zu öffnen. Standardmäßig erkennt die Laufzeit jedoch die Dateinamenerweiterung ACCDE nicht. Um eine kompilierte Binärdatei unter Verwendung von Access Runtime zu öffnen, erstellen Sie eine Verknüpfung, die auf die Laufzeit zeigt, und geben Sie den Pfad zur kompilierten Binärdatei an, die über die Verknüpfung geöffnet werden soll.

    Wichtig: Wenn Benutzer versuchen, eine kompilierte Binärdatei mit einer früheren Version von Access als der Version zu öffnen, in der sie kompiliert wurde, lässt sich die kompilierte Binärdatei nicht öffnen. Um dieses Problem zu beheben, sollten Sie die Binärdatei in der Access-Version kompilieren, die Ihre Benutzer installiert haben.

    Wie speichere ich eine Access-Datei eine kompilierte Binärdatei?

    1. Öffnen Sie in Access die Datenbank (ACCDB-Datei), die Sie als kompilierte Binärdatei (ACCDE) speichern möchten.

    2. Klicken Sie auf die Registerkarte Datei und dann auf Speichern unter.

    3. Klicken Sie unter Datenbankdateitypen auf ACCDE erstellen und dann auf Speichern unter.

    4. Navigieren Sie im Dialogfeld Speichern unter zu dem Ordner, in dem die Datei gespeichert werden soll, geben Sie im Feld Dateiname einen Namen für die Datei ein, und klicken Sie dann auf Speichern.

    Hinweis: Wenn Sie Access 2007 verwenden, klicken Sie auf der Registerkarte Datenbanktools in der Gruppe Datenbanktools auf ACCDE erstellen.

  • .accdr    Dieses Format ermöglicht es Ihnen, eine Anwendung bereitzustellen, die sich im Laufzeitmodus öffnet. Durch Bereitstellen einer Laufzeitanwendung können Sie die Art und Weise steuern, wie diese verwendet wird. Allerdings stellt dies keine Methode zum Schutz einer Anwendung dar. Weitere Informationen zum Laufzeitmodus finden Sie im Abschnitt Grundlegendes zu Access Runtime.

Packen und Signieren einer Access-Datenbank

Access macht es einfacher und schneller, eine Datenbank zu signieren und zu verteilen als in früheren Versionen. Nach dem Erstellen einer ACCDB- oder ACCDE-Datei können Sie die Datei packen, dem Paket eine digitale Signatur zuweisen und anschließend das signierte Paket an andere Benutzer verteilen. Die Funktion "Packen und signieren" verschiebt die Datenbank in eine ACCDC-Datei (Access-Bereitstellungsdatei), signiert das Paket und speichert das mit Code signierte Paket anschließend an dem von Ihnen angegebenen Speicherort auf dem Computer des Benutzers. Benutzer können die Datenbank aus dem Paket extrahieren und direkt in der Datenbank (anstatt in der Paketdatei) arbeiten.

Hinweis: Die in diesem Abschnitt beschriebene Funktion packt eine Access-Datei und wendet eine digitale Signatur auf das Paket an, die den Benutzern anzeigt, dass die Datei vertrauenswürdig ist.

Berücksichtigen Sie diese Fakten, wenn Sie ein Paket erstellen und signieren:

  • Beim Packen einer Datenbank und Signieren des Pakets handelt es sich um Möglichkeiten, Vertrauen zu schaffen. Wenn Sie oder Ihre Benutzer das Paket erhalten, bestätigt die Signatur, dass die Datenbank nicht manipuliert wurde. Wenn Sie dem Autor vertrauen, können Sie den Inhalt aktivieren.

  • Die Funktion "Packen und signieren" kann nur für im ACCDB-Dateiformat gespeicherte Datenbanken verwendet werden. Access stellt Tools aus früheren Versionen von Microsoft Office bereit, mit denen Sie Datenbanken signieren und verteilen können, die in einem früheren MDB-Dateiformat erstellt wurden. Sie können die Tools aus früheren Versionen von Office nicht verwenden, um Dateien zu signieren und bereitzustellen, die in den neueren ACCDB-Dateiformaten erstellt wurden.

  • Einem Paket kann jeweils nur eine Datenbankdatei hinzugefügt werden.

  • Wenn Sie eine Datenbank packen und signieren, sind alle Objekte in der Datenbankdatei mit Code signiert, nicht nur Makros oder Codemodule. Beim Packen und Signieren wird die Paketdatei auch komprimiert, um Downloadzeiten zu verkürzen.

  • Sie können Datenbanken aus Paketdateien extrahieren, die sich auf Servern mit SharePoint befinden.

In den folgenden Abschnitten wird erläutert, wie eine signierte Paketdatei erstellt und die Datenbank aus einer signierten Paketdatei verwendet wird.

Hinweis: Um diese Schritte durchzuführen, muss mindestens ein Sicherheitszertifikat zur Verfügung stehen. Wenn auf Ihrem Computer kein Zertifikat installiert ist, können Sie mit dem SelfCert-Tool ein Zertifikat erstellen. Informationen zum Erstellen eines privaten Sicherheitszertifikats finden Sie im Artikel Durch Hinzufügen einer digitalen Signatur Vertrauen ausdrücken.

Erstellen eines signierten Pakets

  1. Öffnen Sie die Datenbank, die Sie packen und signieren möchten.

  2. Klicken Sie auf die Registerkarte Datei und dann auf Speichern unter.

  3. Klicken Sie unter Datenbankdateitypen auf Packen und signieren und dann auf Speichern unter.

    Hinweis: Wenn Sie Access 2007 verwenden, klicken Sie auf die Microsoft Office-Schaltfläche, klicken Sie auf Veröffentlichen und dann auf Packen und signieren.

  4. Wählen Sie im Dialogfeld Zertifikat auswählen ein digitales Zertifikat aus, und klicken Sie dann auf OK.

    Das Dialogfeld Microsoft Office Access Signiertes Paket erstellen wird geöffnet.

  5. Wählen Sie in der Liste Speichern in einen Speicherort für das signierte Datenbankpaket aus.

  6. Geben Sie im Feld Dateiname einen Namen für das signierte Paket ein, und klicken Sie dann auf Erstellen.

    Access erstellt die ACCDC-Datei und legt sie an dem von Ihnen ausgewählten Speicherort ab.

Extrahieren und Verwenden eines signierten Pakets

  1. Klicken Sie auf Datei > Öffnen.

    Hinweis: Wenn Sie Access 2007 verwenden, klicken Sie auf die Microsoft Office-Schaltfläche, und klicken Sie dann auf Öffnen.

  2. Wählen Sie im Dialogfeld Öffnen als Dateityp Microsoft Office Access Signierte Pakete (*.accdc) aus.

  3. Suchen Sie in der Liste Suchen in den Ordner, der die ACCDC-Datei enthält, wählen Sie die Datei aus, und klicken Sie dann auf Öffnen.

  4. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Wenn Sie ausgewählt haben, dass Sie dem auf das Bereitstellungspaket angewendeten digitalen Zertifikat vertrauen, wird das Dialogfeld Datenbank extrahieren in angezeigt. Fahren Sie mit Schritt 5 fort.

    • Wenn Sie sich noch nicht dafür entschieden haben, dem digitalen Zertifikat zu vertrauen, wird ein Sicherheitshinweis angezeigt.

      1. Sicherheitshinweis

      2. Wenn Sie der Datenbank vertrauen, klicken Sie auf Öffnen. Wenn Sie allen Zertifikaten dieses Anbieters vertrauen, klicken Sie auf Gesamtem Inhalt des Herausgebers vertrauen. Das Dialogfeld Datenbank extrahieren wird angezeigt.

  5. Optional können Sie in der Liste Speichern in einen Speicherort für die extrahierte Datenbank auswählen und anschließend im Feld Dateiname einen anderen Namen für die extrahierte Datenbank eingeben.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie einem Zertifikat vertrauen können, finden Sie im Artikel Beurteilen der Vertrauenswürdigkeit eines digitalen Zertifikats allgemeine Informationen zur Überprüfung der Datumsangaben und anderer Elemente in einem Zertifikat, anhand derer Sie sicherstellen können, dass ein Zertifikat gültig ist.

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