Ziel des Benutzers: Kosten verwalten

Projektkosten

Wenn Sie planen, Kosteninformationen nachzuverfolgen, ist dies der geeignete Artikel für Sie. Sie erfahren, wie und wo unterschiedliche Kostendetails eingegeben werden müssen, damit Sie die Gesamtkosten im Projektverlauf von Zeit zu Zeit anzeigen und analysieren können.

Das Wissen, wofür Ihr Geld aufgewendet wird, hilft Ihnen, bessere Entscheidungen zu treffen, damit Sie das Projekt budgetgerecht abschließen können.

Diese Anweisungen gelten für Microsoft Project 2016, 2013 und 2010.

Tipps zum Projektmanagement bevor Sie beginnen

Dieser Artikel erläutert eines von vielen Projektmanagementzielen im Projektmanagement-Wegweiser.

  • Schätzen der Projektkosten    Die Kostenverläufe von Projekten, die dem von Ihnen geplanten Projekt ähnlich sind, können bei den ersten Schritten hilfreich sein, denn sie tragen dazu bei, teure Fehler zu vermeiden. Wenn es in Ihrem Unternehmen PMO-Fachleute (Project Management Office) gibt, können Sie Ihre Kosten- und Budgetpläne auch mit diesen Fachleuten besprechen, oder Sie können ein erfahrenes und sachkundiges Teammitglied bitten, Ihre Kostenschätzungen für Vorgänge und Ressourcen zu überprüfen. Kostenschätzungen sind knifflig – größere Unternehmen halten sich an die PMO-Richtlinien oder beauftragen professionelle Kostenkalkulatoren.

  • Wissen, welche Kostenarten es in Project gibt    Ein Großteil der Kosten entfällt auf Arbeitsressourcen – die Personen, die an den ihnen zugewiesenen Vorgängen arbeiten, oder das Material und die Geräte, die für die Fertigstellung eines Projekts erforderlich sind. Ressourcenkosten basieren in der Regel auf Stundensätzen oder Einheitensätzen, es kann sich aber auch um einmalige Kosten wie Beratergebühren, Lieferantenkosten oder Reisekosten handeln. Kosten, die nicht mit Ressourcen verbunden sind, werden normalerweise als Fixkosten für bestimmte Vorgänge oder das gesamte Projekt eingegeben.

  • Eingabe von Kosten    Ressourcenkosten für Arbeiter, Angestellte, Vertragsnehmer, Material und andere einmalige Ressourcenkosten wie die Kosten für Versicherungen oder Schuldverschreibungen werden in der Ansicht "Ressource: Tabelle" eingegeben. Vorgangskosten werden in eine Kostentabelle eingetragen, die Sie jeder Ansicht "Vorgang: Tabelle" hinzufügen können.

  • Ermitteln der Gesamtkosten    Project berechnet die Gesamtkosten für alle von Ihnen eingegebenen Kosten, sodass Sie sich schnell einen Überblick darüber verschaffen können, wie sich die Projektkosten zusammensetzen. Teilen Sie diese Kosteninformationen den Projektbeteiligten mit, die möglicherweise schon darauf warten.

  • Festlegen des Budgets    Wenn die Gesamtkosten dem Budget entsprechen, das Sie und die Projektbeteiligten für das Projekt vorgesehen haben, speichern Sie ein geplantes Kostenbudget, um diese Gesamtkosten als Ihr Projektbudget einzurichten. Dieser Schritt erfolgt normalerweise, nachdem Sie alle Informationen zu den Projektanforderungen eingegeben haben und bevor mit der Arbeit begonnen wird. Ein geplantes Kostenbudget ist erforderlich, wenn Sie die Kosten nachverfolgen und verwalten möchten, und insbesondere, wenn Sie eine Ertragswertanalyse erstellen möchten, um Kostenabweichungen über den Projektverlauf zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie unter Festlegen und Speichern eines Basisplans.

  • Durchführen von Kostenanalysen   Für eine tief greifende Datenanalyse mithilfe von Excel-PivotTables, Diagrammen und anderen Features wie bedingte Formatierung und Sparklines (wie in der nachstehenden Abbildung gezeigt) exportieren Sie Ihre Kostendaten nach Excel.

    EWM in Excel mit Sparklines
    Oder Sie verwenden grafische Berichte in Project, um ein PivotChart des Ertragswerts anzuzeigen (allgemein bekannt als "S-Kurve").
    Ertragswerttabelle in Excel
    Sie können Ihre Projektdaten sogar noch tiefer greifend analysieren, indem Sie mit den ANOVA-Analysefeatures im Analysis ToolPak in Excel erweiterte Analysen erstellen. Wenn es um das Analysieren von Projektkosten geht, ist nur der Himmel die Grenze!

Eingeben von Kosten in Ihr Projekt

Eingeben von satzbasierten Kosten für Personen und Material

Das Wichtigste zuerst: Beginnen Sie mit der Eingabe der Kostensätze für die Personen, die die Arbeit erledigen, und der Einheitensätze für die Materialien, die Sie benötigen, um das Projekt abzuschließen.

Eingeben von Gerätekosten und anderen Kostenressourcen

Anschließend geben Sie die "festen" Ressourcenkosten für Geräte sowie die Einmalkosten für Ressourcen ein, die Sie im Projekt nachverfolgen möchten.

Eingeben von Fixkosten für Vorgänge

Im nächsten Schritt können Sie alle einmaligen sonstigen Kosten für bestimmte Vorgänge oder den Projektsammelvorgang eingeben, der für das gesamte Projekt steht.

Anzeigen der Projektgesamtkosten

Nachdem Sie die Kosten für Ressourcen, Vorgänge oder beides eingegeben haben, prüfen Sie die Gesamtkosten, um zu sehen, ob sie zur Erreichung Ihrer Kostenziele angepasst werden müssen.

Auswählen des richtigen Berichts

Irgendwann im Verlauf des Projekts möchten Sie anderen Projektbeteiligten in Ihrem Unternehmen die Projektkosten mitteilen. Verwenden Sie hierfür einen vordefinierten Kostenbericht wie einen Cashflow- oder Ertragswertbericht, oder zeigen Sie die Kostendaten unmittelbar in einem grafischen Bericht wie einem Excel-PivotChart oder Visio-PivotDiagram an.

Verwalten Ihrer Projektkosten

Festlegen und Speichern eines Basisplans

Nachdem Sie Ihre Kostenschätzungen eingegeben haben, speichern Sie sie mit dem Basisplan, um das Budget einzurichten. Damit können Sie die geplanten Kosten mit den Ist-Kosten vergleichen, die im Verlauf des Projekts entstehen, und Sie können vorhersehen, ob die Projektkosten innerhalb des Budgets bleiben.

Überwachen Ihrer Zeitplanung – vom Einsteiger- bis zum Expertenniveau

Behalten Sie im Auge, wie die Arbeit an Vorgängen voranschreitet und wie sich die Ist-Kosten summieren, damit Sie überblicken können, ob das Projekt innerhalb des Budgets bleibt oder ob das Risiko besteht, dass das Budget überschritten wird.

Manuelles Eingeben von Ist-Kosten

Project berechnet die Ist-Kosten automatisch basierend auf der kumulierten Ist-Arbeit oder dem für Vorgänge verbrauchten Materials. Im Bedarfsfall können Sie jedoch auch Ist-Kosten für alle zugeordneten Vorgänge eingeben, die abgeschlossen wurden.

Ertragswertanalyse für jedermann

Sie können an jedem beliebigen Punkt im Projekt eine Ertragswertanalyse erstellen, um herauszufinden, ob die bisher aufgewendeten Gelder mit der geleisteten Arbeit konform gehen und den geplanten Kosten entsprechen, die Sie für Vorgänge, Ressourcen und Zuordnungen festgelegt haben.

Moderne Prinzipien der Ertragswertanalyse (Blog)

Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Terminplan in ein UN/CEFACT-kompatibles Format (United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business) exportieren können.

Diese Anweisungen gelten für Microsoft Project 2007.

Inhalt dieses Artikels

Welche Kostenarten sind in Project 2007 verfügbar?

Erstellen von Budgets und Nachverfolgen von Kosten

Was sind satzbasierte Kosten, und wie werden sie berechnet?

Was sind Kosten pro Einsatz, und wie werden sie berechnet?

Was sind feste Kosten, und wie werden sie berechnet?

Was sind Kostenressourcen, und wie werden sie berechnet?

Wie können Sie den Cashflow regulieren?

Welche Kostenarten sind in Project 2007 verfügbar?

Kosten sind ein wichtiger Aspekt bei der Projektplanung und -steuerung. In Project 2007 stehen mehrere Kostenarten zur Verfügung. Mithilfe von Project 2007 können Sie die folgenden Kostenarten eingeben und nachverfolgen:

  • Satzbasierte Kosten: Diese Kosten werden basierend auf den für eine Ressource angegebenen Kostensätzen und der von dieser Ressource geleisteten Arbeit (dem Arbeitsaufwand) berechnet.

  • Kosten pro Einsatz: Dabei handelt es sich um Kosten, die entweder einmalig bei jedem Einsatz einer Ressource oder einmal für jeden abgeschlossenen Aufgabe anfallen, dem die Ressource zugewiesen ist.

  • Feste Kosten: Dies sind für einen Vorgang und nicht für eine Ressource festgelegte Kosten. Feste Kosten bleiben unverändert, unabhängig von der Dauer des Vorgangs oder der von einer Ressource für den Vorgang ausgeführten Arbeit.

  • Kostenressource: Dabei handelt es sich um eine Ressource, die es ermöglicht, einmalige oder periodische Kosten für einen bestimmten Vorgang zu kumulieren. Kostenressourcen können Flug- und Unterkunftskosten umfassen. In der Regel handelt es sich dabei um einmalige Kosten pro Vorgang, die Kostenressourcenzuweisung kann sich jedoch über die gesamte Vorgangsdauer erstrecken, wenn das Infrastrukturupdate für Project 2007 installiert ist.

  • Budgetressource: Dies ist eine Ressource, die auf das Projekt als Ganzes angewendet wird. Budgetressourcen stellen die maximale Kapazität für die Kosten eines Projekts (Geld, Arbeit oder Materialeinheiten) dar. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Projekt das vorgesehene Budget nicht überschreiten kann. Eine Budgetressource bietet Ihnen vielmehr die Möglichkeit, die geplanten Zahlen mit den laufenden Kosten zu vergleichen, sodass Sie den finanziellen Status Ihres Projekts nachverfolgen können.

    • Für eine Arbeitsressource können mehrere Kostenarten eingegeben werden. So könnten Sie z. B. einen Stundensatz für die Arbeit der Ressource sowie Kosten pro Einsatz für die Reisezeiten oder andere Ausgaben eingeben.

    • Die verschiedenen Kostenarten funktionieren unterschiedlich, je nachdem, ob es sich bei der Ressource um eine Arbeitsressource (eine Person), eine Materialressource (z. B. Zement oder Betonstahl) oder eine Kostenressource (z. B. Flugkosten) handelt. Bei Arbeitsressourcen wird der Satz pro Zeiteinheit angewendet. Bei Material- und Kostenressourcen wird der Satz pro anderen angegebenen Einheiten (z. B. Tonnen, Kubikmeter oder Einheiten für eine ausgewählte Währung) angewendet.

Erstellen von Budgets und Nachverfolgen von Kosten

Budgets können mithilfe von zwei Methoden (in zwei Richtungen) erstellt und nachverfolgt werden: mit einer Bottom-up-Schätzung oder einer Top-down-Schätzung. Project 2007 unterstützt beide Methoden.

Erstellen eines Budgets mithilfe einer Bottom-up-Methode

Bei einem Bottom-up-Ansatz werden Basissätze oder Kosten pro Einsatz für Ressourcen und feste Kosten oder Kostenressourcen für einzelne Vorgänge geschätzt. Project 2007 berechnet die Gesamtkosten für Ressourcen, Vorgänge und das gesamte Projekt. Mit dieser Methode (auch als Bottom-up-Schätzung bezeichnet) können zuverlässige und genaue Ergebnisse erzielt werden.

Beim Erstellen eines Bottom-up-Budgets in Project 2007 gehen Sie wie folgt vor:

  • Zuerst geben Sie Kostensätze, Kosten pro Einsatz, feste Kosten und Kostenressourcen ein.

  • Als Nächstes geben Sie die geschätzte Arbeit oder Dauer für jeden Vorgang ein.

  • Abschließend weisen Sie Vorgängen Ressourcen zu.

Hinweis : Budgetressourcen sind für die Verwendung bei der Projektplanung mit der Top-down-Methode besser geeignet. Sie können nur auf Projektebene angewendet werden, indem dem Projektsammelvorgang eine Budgetressource zugewiesen wird.

Project 2007 berechnet dann die geschätzten Gesamtkosten für das Abschließen aller Vorgänge im Projekt. Wenn diese Summe nicht Ihrem Budget entspricht, müssen Sie die Kostensätze, Ressourcenzuweisungen und so weiter anpassen.

Nachdem Sie die geschätzten Kosten präzisiert haben, können Sie einen Basisplan speichern und dadurch ein Budget für das Projekt erstellen.

Wenn ein Budget vorliegt, können Sie die tatsächlichen Ausgaben mit den veranschlagten Beträgen vergleichen und dann die erforderlichen Anpassungen vornehmen, um im Rahmen des Budgets zu bleiben. In den meisten Fällen müssen Sie einfach nur die Istkosten für jeden Vorgang eingeben. Project 2007 berechnet die Kosten des Vorgangs basierend auf dem Fortschritt des Projekts. Sie können ggf. auch bestimmte Kosten eingeben.

Zum Anzeigen der Gesamtkosten zwecks Nachverfolgung stehen Ihnen drei Optionen zur Verfügung: das Dialogfeld Projektinformationen, Project-Ansichten (insbesondere die Ansichten "Vorgang: Einsatz" und "Ressource: Einsatz") oder ein Bericht. Über "Grafische Berichte" können Sie diese Kosteninformationen auch in andere Programme (z. B. nach Microsoft Office Excel 2007 und Microsoft Office Visio 2007) exportieren.

Erstellen eines Budgets mithilfe einer Top-down-Methode

Bei einem Top-down-Ansatz für die Budgetschätzung werden die Gesamtkosten für Ressourcen, Vorgänge und das Projekt basierend auf bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Projekten geschätzt. Wenn Sie über einen festen Höchstbetrag verfügen, den Sie für ein Projekt aufwenden können, ist die Budgetierungsmethode der Top-down-Schätzung der Bottom-up-Methode vorzuziehen.

Beim Erstellen eines Top-down-Budgets für Ihr Projekt gehen Sie wie folgt vor:

  • Zuerst erstellen Sie Budgetressourcen, die das Gesamtbudget für das Projekt darstellen, einschließlich der Budgetressourcen für Kosten, Arbeit und Material.

  • Als Nächstes weisen Sie dem Projektsammelvorgang die Budgetressourcen zu. Auf diese Weise werden Budgets auf das gesamte Projekt angewendet.

  • Im dritten Schritt geben Sie Werte für die Budgetressourcen ein.

  • Im vierten Schritt geben Sie an, welche anderen Ressourcen in Ihrem Projekt nachverfolgt und anhand der gesamten Budgetressourcen gemessen werden sollen. Hierzu erstellen Sie ein benutzerdefiniertes Feld für alle Ressourcen in Ihrem Projekt. Dann kategorisieren Sie die einzelnen Ressourcen (einschließlich der Budgetressourcen), indem Sie jeweils im benutzerdefinierten Feld einen Wert eingeben, der angibt, mit welchem Budgettyp die Ressource gemessen wird.

  • Nachdem Sie alle Ressourcen nach Budgettyp kategorisiert haben, gruppieren Sie abschließend die Ressourcen, um anzuzeigen, wie sie anhand des gesamten Projektbudgets verglichen werden.

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Was sind satzbasierte Kosten, und wie werden sie berechnet?

Satzbasierte Ressourcenkosten sind Kosten für Arbeitsressourcen wie Personen oder Leihgeräte, denen Sie Standardsätze und (falls zutreffend) Überstundensätze zuweisen, die in der Regel nach Stunden berechnet werden. Wenn Sie einem Vorgang eine Ressource zuweisen, berechnet Project 2007 die Gesamtkosten der Ressource anhand des angegebenen Stundensatzes der Ressource und der Zeit (oder Dauer), die zum Ausführen des Vorgangs benötigt wird.

Hinweis : Standardmäßig verwendet Project 2007 Standardressourcensätze, um die Kosten für die gesamte auf die Ausführung des Vorgangs aufgewendete Arbeit zu berechnen. Project 2007 berechnet zusätzliche Stunden nicht automatisch als Überstunden, es sei denn, Sie weisen die zusätzlichen Stunden speziell als Überstunden zu.

Da Arbeit immer den Gesamtaufwand der abgeschlossenen Arbeit darstellt, ist die Menge der Überstundenarbeit im Gesamtaufwand der Arbeit enthalten und wird diesem nicht hinzugefügt. Wenn eine Person z. B. planmäßig 40 Stunden an vier Tagen arbeiten soll, wobei pro Tag 8 Stunden reguläre Arbeit und 2 Stunden Überstundenarbeit vorgesehen sind, weisen Sie 10 Arbeitsstunden pro Tag zu und legen dann 2 von den 10 Stunden als Überstundenarbeit fest. Project 2007 berechnet die Kosten für die als Überstunden angegebenen Stunden anhand des angegebenen Überstundensatzes. Die restlichen Stunden werden mit dem Standardsatz berechnet.

Satzbasierte Materialkosten sind die Kosten für Verbrauchsmaterialressourcen wie Baumaterial oder Baustoffe, denen Sie Standardsätze (in der Regel jedoch keine pro Stunde berechneten Sätze) zuweisen. Um Kosten für Materialressourcen zuzuweisen, legen Sie den Satz pro Materialeinheit fest, z. B. einen Satz pro Tonne oder einen Satz pro Kubikmeter. Wenn Sie einem Vorgang eine Materialressource zuweisen, berechnet Project 2007 die gesamten Materialkosten durch Multiplizieren des angegebenen Materialressourcensatzes mit der Anzahl der zum Ausführen des Vorgangs verwendeten Materialeinheiten.

Auf Arbeitsressourcen wird beim Berechnen der Kosten manchmal eine Kostensatztabelle angewendet. Eine Kostensatztabelle ist eine Sammlung von Kostensätzen und Kosten pro Einsatz für Arbeits- und Materialressourcen. In Project 2007 sind fünf Kostensatztabellen mit den Namen A bis E (die Namen können nicht geändert werden) verfügbar. Wenn für eine Ressource unterschiedliche Sätze für verschiedene Arten von Arbeit erhoben werden, können Sie dieser Ressource also bis zu fünf verschiedene Gruppen von Sätzen zuweisen. Wenn beispielsweise ein Schreiner für Oberflächenarbeiten einen höheren Satz erhebt als für Rahmen, können Sie eine Kostensatztabelle auf die Oberflächenarbeitenzuweisung und eine andere Kostensatztabelle auf die Rahmenzuweisung anwenden.

Jede Kostensatztabelle enthält bis zu 25 Zeilen, die Sie für die Eingabe zukünftiger Satzänderungen (wie Erhöhungen von Vergütungssätzen oder Materialkostenänderungen) verwenden können. Für jede Satzänderung geben Sie das Datum an, an dem die Änderung wirksam wird. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass eine Ressource in sechs Monaten eine Gehaltserhöhung erhält, können Sie festlegen, dass Project 2007 ab diesem Zeitpunkt automatisch den neuen Satz verwendet.

Wenn Sie Microsoft Office Project Professional 2007 verwenden und mit Enterprise-Ressourcen arbeiten, kann Ihre Organisation Einschränkungen für die Kostensatztabellen festlegen. So kann Ihre Organisation beispielsweise festlegen, dass Kostensatztabelle A für Abrechnungssätze und Kostensatztabelle B für nicht abzurechnende Sätze verwendet wird. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Administrator.

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Was sind Kosten pro Einsatz, und wie werden sie berechnet?

Kosten pro Einsatz sind einmalig anfallende Kosten für die Verwendung einer Ressource (z. B. eines Geräts). Kosten pro Einsatz richten sich niemals nach dem geleisteten Arbeitsaufwand. Es handelt sich dabei vielmehr um einmalige Kosten, die jedes Mal anfallen, wenn die Ressource verwendet wird. Während die Kosten pro Einsatz für eine Arbeitsressource von der Anzahl der verwendeten Zuordnungseinheiten abhängig sind, werden die Kosten pro Einsatz für eine Materialressource nur einmal angewendet. Wenn beispielsweise für einen Maurer Kosten pro Einsatz (statt eines Stundensatzes) in Höhe von 100 € festgelegt sind und drei Maurer zur Durchführung eines Vorgangs benötigt werden, belaufen sich die Kosten auf 300 €. Lieferkosten pro Einsatz in Höhe von 100 € für eine Materialressource wie Zement werden dagegen nur einmal pro Lieferung angewendet, ob nun 10 oder 100 Tonnen Zement geliefert werden.

Kosten pro Einsatz werden im Dialogfeld Informationen zur Ressource auf der Registerkarte Kosten festgelegt.

Was sind feste Kosten, und wie werden sie berechnet?

Feste Kosten sind Kosten für einen Vorgang, die unabhängig von der Vorgangsdauer, dem von der Ressource geleisteten Arbeitsaufwand und der Anzahl der Zuordnungseinheiten konstant bleiben.

Hinweis : Satzbasierte Ressourcenkosten können steigen, wenn ein Vorgang länger dauert als geplant, feste Kosten jedoch nicht. Wenn beispielsweise ein Schreiner eine satzbasierte Ressource ist (d. h., wenn er stundenweise bezahlt wird) und einen Vorgang in fünf Tagen abgeschlossen haben soll, er aber tatsächlich sieben Tage dafür benötigt, wird dem Schreiner mehr bezahlt, als ursprünglich budgetiert wurde. Wenn jedoch für die Bezahlung der Arbeit des Schreiners feste Kosten gelten, bleiben die Kosten unverändert, unabhängig davon, wie lange es dauert, den Vorgang abzuschließen.

Sie können einem Vorgang, dem satzbasierte Ressourcenkosten zugewiesen sind, auch feste Kosten zuweisen. Wenn beispielsweise bei einer satzbasierten Ressource, die einem Vorgang zugewiesen ist, auch Reisekosten anfallen, können Sie demselben Vorgang die Reisekosten als festen Betrag hinzufügen. Feste Kosten werden in die Gesamtkosten von Projektphasen (in Sammelvorgängen) und in die Gesamtkosten des gesamten Projekts einbezogen.

Sie können feste Kosten in einer Vorgangsansicht (z. B. in einem Gantt-Diagramm) festlegen, indem Sie die entsprechende Kostensatztabelle anwenden und dann den Kostenbetrag im Feld Feste Kosten festlegen.

Was sind Kostenressourcen, und wie werden sie berechnet?

Im Gegensatz zu festen Kosten und Kosten pro Einsatz werden Kostenressourcen (z. B. Unterkunfts- oder Flugkosten) als Ressourcentyp erstellt und dann einem Vorgang zugewiesen. Im Gegensatz zu Arbeitsressourcen kann auf Kostenressourcen kein Kalender angewendet werden. Die Menge der Kostenressourcen ist nicht von dem für einen Vorgang geleisteten Arbeitsaufwand abhängig.

Wenn das Infrastrukturupdate für Project 2007 installiert ist, können die Kostenressourcen das Start- oder Enddatum eines Vorgangs beeinflussen. Wenn beispielsweise ein Vorgang am 1. August beginnt und am 15. August endet und Sie eine Kostenressource mit einem Wert von 500 € am 21. August zuweisen, wird das Enddatum für den Vorgang bis zum 21. August verlängert, um der Kostenressourcenzuweisung Rechnung zu tragen.

Kostenressourcen werden verwendet, wenn Sie mehrere separate sonstige Kosten (auf einen einzigen Vorgang) anwenden möchten, die nicht durch den im Rahmen des Vorgangs geleisteten Arbeitsaufwand geändert werden. Auf eine Führungskraft, die an einem neuen Projektvorschlag arbeitet, können z. B. drei separate Kostenressourcen angewendet sein: eine für Flugkosten, eine für Ausgaben für Verpflegung und eine für Hotelübernachtungskosten. Auf diese Weise können mehrere "feste" Kosten auf einen einzelnen Vorgang angewendet werden. Im Gegensatz zu Arbeits- und Materialressourcen können auf Kostenressourcen keine Kostensätze angewendet werden.

Kostenressourcen werden in der Ansicht "Ressource: Tabelle" erstellt. (Klicken Sie im Dialogfeld Informationen zur Ressource auf der Registerkarte Allgemein in der Liste Typ auf Kosten.) Nachdem Sie die Kostenressource erstellt haben, können Sie sie nach Bedarf Vorgängen zuweisen. Nachdem die Kostenressource einem Vorgang zugewiesen wurde, können Sie den Betrag der Kosten festlegen. Hierzu verwenden Sie das Dialogfeld Informationen zum Vorgang für diesen Vorgang, das Dialogfeld Informationen zur Zuordnung für diesen Vorgang oder die Ansicht "Vorgang: Einsatz", auf die die Kostentabelle angewendet wird.

Wie können Sie den Cashflow regulieren?

Wenn Sie Vorgängen und Ressourcen Kosten zuweisen, können Sie angeben, wann die Kosten anfallen. Wenn der Cashflow ein wichtiger Faktor in Ihrem Projekt ist, möchten Sie vermutlich die Fälligkeit von Kosten für einzelne Vorgänge ändern, um sicherzustellen, dass sie erst anfallen, wenn ausreichende Geldmittel für die Bezahlung zur Verfügung stehen.

Mit Ausnahme der Kosten pro Einsatz, die immer zu Beginn eines Vorgangs anfallen, verrechnet Project 2007 Kosten standardmäßig anteilig und berechnet die Kostenfälligkeit auf Grundlage des Prozentsatzes des abgeschlossenen Vorgangs, wobei die Fälligkeit über die gesamte Dauer des Vorgangs verteilt wird. Sie können jedoch auch dafür sorgen, dass Kosten entweder am Anfang eines Vorgangs (bei Fälligkeit eines Pauschalbetrags zu Beginn) oder am Ende des Vorgangs anfallen (wenn Sie die Zahlung bis zum Abschluss des Vorgangs zurückhalten).

Die Methode für die Fälligkeit kann je nach Kostenart auf unterschiedliche Weise festgelegt werden. Für die meisten Arten von Ressourcen (einschließlich Arbeits-, Material- und Kostenressourcen sowie für Kosten pro Einsatz) legen Sie die Methode für die Fälligkeit im Dialogfeld Informationen zur Ressource auf der Registerkarte Kosten fest. Für feste Kosten legen Sie die Methode für die Fälligkeit mithilfe des Felds Fälligkeit fester Kosten fest.

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