Verknüpfen oder Importieren von Daten aus einer Azure SQL Server-Datenbank

Verknüpfen oder Importieren von Daten aus einer Azure SQL Server-Datenbank

Sie können eine Verknüpfung zu Daten in einer SQL-Datenbank, d. h. einer für unternehmenskritische Anwendungen verwendeten verwalteten Hochleistungsdatenbank, herstellen oder Daten daraus importieren. Weitere Informationen finden Sie unter SQL-Datenbank – Cloud-Datenbank als Dienst.

  • Wenn Sie eine Verknüpfung zu Daten herstellen, erstellt Access eine wechselseitige Verbindung, die Änderungen an Daten in Access und der SQL-Datenbank synchronisiert.

  • Wenn Sie Daten importieren, erstellt Access eine einmalige Kopie der Daten. Änderungen an Daten in Access oder der SQL-Datenbank werden somit nicht synchronisiert.

Übersicht über das Verbinden von Access mit SQL Server

Erste Schritte

Grundlegende Vorbereitungen

Sie wünschen einen reibungsloseren Ablauf? Dann treffen Sie die folgenden Vorbereitungen, bevor Sie die Verknüfung zu Daten herstellen oder Daten importieren:

  • Suchen Sie den Servernamen der Azure SQL Server-Datenbank, identifizieren Sie erforderliche Verbindungsinformationen, und wählen Sie eine Authentifizierungsmethode aus (Windows oder SQL Server). Weitere Informationen zu den vier Methoden der Authentifizierung finden Sie unter Verbindung mit Server herstellen (Datenbankmodul) und Sichern der SQL-Datenbank.

  • Identifizieren Sie die Tabellen oder Ansichten, die Sie verknüpfen oder importieren möchten, und für verknüpfte Tabellen die Felder mit eindeutigen Werten. Sie können eine Verknüpfung mit bzw. einen Import von mehreren Tabellen oder Ansichten in einem einzigen Vorgang durchführen.

  • Beachten Sie die Anzahl der Spalten in jeder Tabelle oder Ansicht. Access unterstützt höchstens 255 Felder in einer Tabelle, sodass nur die ersten 255 Spalten verknüpft oder importiert werden. Als Problemumgehung können Sie eine Ansicht in der Azure SQL Server-Datenbank erstellen, um auf die Spalten zuzugreifen, die diese Beschränkung überschreiten.

  • Ermitteln Sie die Gesamtmenge der zu importierenden Daten. Die maximale Größe einer Access-Datenbank betragt 2 GB, abzüglich des für Systemobjekte erforderlichen Speicherplatzes. Wenn die Azure SQL Server-Datenbank umfangreiche Tabellen enthält, können Sie möglicherweise nicht alle Tabellen in eine einzige Access-Datenbank importieren. In diesem Fall sollten Sie eine Verknüpfung mit den Daten herstellen, statt Sie zu importieren.

  • Sichern Sie Ihre Access-Datenbank und die darin enthaltenen Verbindungsinformationen unter Verwendung eines vertrauenswürdigen Speicherorts und eines Kennworts für die Access-Datenbank. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie das SQL Server-Kennwort in Access speichern möchten.

  • Planen Sie zusätzliche Beziehungen ein. Access erstellt die Beziehungen zwischen verknüpften Tabellen am Ende eines Importvorgangs nicht automatisch. Sie können die Beziehungen zwischen neuen und vorhandenen Tabellen mithilfe des Fensters "Beziehungen" manuell erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist das Fenster "Beziehungen"? und Erstellen, Bearbeiten oder Löschen einer Beziehung.

Konfigurieren der Azure SQL Server-Umgebung

Ihre Organisation besitzt möglicherweise bereits ein Microsoft Azure-Konto und eine Azure SQL Server-Datenbank, die Sie verwenden können. Wenn nicht, haben Sie die folgenden Möglichkeiten:

  1. Erstellen Sie ein Azure-Konto. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen Sie noch heute Ihr kostenloses Azure-Konto.

  2. Wenn Sie keinen bequemen Zugriff auf eine Azure SQL Server-Datenbank haben, können Sie eine eigene Datenbank erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen einer Azure SQL-Datenbank im Azure-Portal.

Stellen Sie sicher, dass Sie wichtige Informationen aufbewahren und nicht vergessen, z. B. Anmeldeinformationen und Kontonamen.

Erstellen einer Firewallregel

Bevor Sie eine Verbindung mit einem Microsoft Azure SQL-Datenbankserver herstellen, muss der Datenbankadministrator Firewallregeln auf Serverebene erstellen. Diese Regeln legen die öffentliche IP-Adresse fest, die jedem Gerät den Clientzugriff auf den Server durch die Azure-Firewall hindurch ermöglicht. Prüfen Sie, welche Art von öffentlicher IP-Adresse Sie in Ihrer Organisation verwenden, eine statische oder eine dynamische IP-Adresse:

  • Wenn Ihre öffentliche IP-Adresse statisch ist, bleibt sie immer gleich. Sie können eine Firewallregel mit einer einzigen öffentlichen IP-Adresse angeben.

  • Wenn Ihre öffentliche IP-Adresse dynamisch ist, kann sie sich im Laufe der Zeit ändern. In diesem Fall müssen Sie eine Firewallregel mit einem Bereich öffentlicher IP-Adressen angeben. Denken Sie daran, dass die öffentliche IP-Adresse, mit der Ihr Gerät die Verbindung mit der Azure SQL-Datenbank herstellt, sich möglicherweise von der öffentlichen IP-Adresse unterscheidet, die in den Konfigurationseinstellungen für die öffentliche IP auf Ihrem Computer angezeigt wird.

Um Verwirrung zu vermeiden, empfiehlt es sich, die folgenden Verfahren zu verwenden.

  1. Melden Sie sich bei Ihrem Microsoft Azure-Konto an, und navigieren Sie zum Windows Azure-Portal.

  2. Klicken Sie auf der Seite der Microsoft Azure SQL-Datenbank auf Ihre Datenbank.

  3. Klicken Sie im Bereich "Schnelleinsicht§ auf Zugelassene IP-Adressen verwalten, und führen Sie dann einen der folgenden Schritte aus:

    Erstellen einer Firewallregel für ein einzelnes Gerät    Verwenden Sie diesen Ansatz für Tests und Entwicklung oder in einer Small Business-Umgebung, und wenn Sie wissen, dass Ihre öffentliche IP-Adresse statisch ist.

    • Wählen Sie im Abschnitt Zugelassene IP-Adressen die Option Zu den zugelassenen IP-Adressen hinzufügen, um für Ihre öffentliche IP-Adresse den Zugriff durch die Firewall auf die Datenbank zuzulassen. Im Azure-Portal wird die richtige öffentliche IP-Adresse für Ihr Clientgerät oberhalb des Abschnitts "Regelname" angezeigt.

    Erstellen einer Firewallregel für einen Bereich von IP-Adressen Verwenden Sie diesen Ansatz zum Aktivieren des Zugriffs für viele Benutzer in einer lokalen Umgebung, oder wenn Sie wissen, dass Ihre öffentliche IP-Adresse dynamisch ist. Wenden Sie sich an Ihre IT-Abteilung oder Ihren Internetdienstanbieter, um einen Block von öffentlichen IP-Adressen zu erhalten.

    1. Geben Sie unter REGELNAME einen aussagekräftigen Namen für die Regel ein.

    2. Geben Sie unter START-IP die erste öffentliche IP-Adresse des Bereichs ein.

    3. Geben Sie unter END-IP die letzte öffentliche IP-Adresse des Bereichs ein.

Es dauert bis zu fünf Minuten, bis die Firewallregel wirksam wird. Weitere Informationen finden Sie unter Firewallregeln für die Azure SQL-Datenbank.

Phase 1: Erste Schritte

  1. Wählen Sie Externe Daten > Neue Datenquelle > Aus Datenbank > Aus SQL Server aus.

  2. Führen Sie im Dialogfeld Externe Daten abrufen – ODBC-Datenbank eine der folgenden Aktionen aus:

    • Zum Importieren von Daten klicken Sie auf Importieren Sie die Quelldaten in eine neue Tabelle in der aktuellen Datenbank.

    • Zum Herstellen einer Verknüpfung mit Daten wählen Sie Erstellen Sie eine Verknüpfung zur Datenquelle, indem Sie eine verknüpfte Tabelle erstellen aus.

  3. Wählen Sie OK aus.

Phase 2: Erstellen oder Wiederverwenden einer DSN-Datei

Sie können eine neue DSN-Datei erstellen oder eine vorhandene wiederverwenden. Verwenden Sie eine DSN-Datei, wenn die gleichen Verbindungsinformationen für verschiedene Verknüpfungs- und Importvorgänge genutzt oder für eine andere Anwendung, die ebenfalls DSN-Dateien verwendet, freigegeben werden sollen. Sie können eine DSN-Datei direkt mithilfe des Datenverbindungs-Managers erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von ODBC-Datenquellen.

Sie können frühere Versionen des SQL-ODBC-Treibers zwar weiterhin verwenden, wir empfehlen jedoch die Version 13.1, die zahlreiche Verbesserungen bietet und neue SQL Server 2016-Features unterstützt. Weitere Informationen finden Sie unter Microsoft ODBC-Treiber für SQL Server unter Windows.

  1. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Wenn die DSN-Datei, die Sie verwenden möchten, bereits vorhanden ist, wählen Sie sie aus der Liste aus.

      Dialogfeld 'Datenquelle auswählen'

      Je nachdem, welche Authentifizierungsmethode Sie in den Verbindungsinformationen festgelegt haben, müssen Sie möglicherweise erneut ein Kennwort eingeben.

    • So erstellen Sie eine neue DSN-Datei

      1. Wählen Sie Neu aus.

        Dialogfeld "Neue Datenquelle erstellen"
      2. Wählen Sie ODBC-Treiber 13 für SQL Server und dann Weiter aus.

      3. Geben Sie einen Namen für die DSN-Datei ein, oder klicken Sie auf Durchsuchen, um die Datei an einem anderen Speicherort zu erstellen.

  2. Klicken Sie auf Weiter, um die Zusammenfassungsinformationen zu überprüfen, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.

Phase 3: Verwenden Sie den Assistenten "Neue Datenquelle für SQL Server erstellen".

Führen Sie im Assistenten Neue Datenquelle für SQL Server erstellen folgende Schritte aus:

  1. Geben Sie auf der ersten Seite Identifikationsinformationen ein:

    • Geben Sie im Feld Beschreibung optional beschreibende Informationen zur DSN-Datei ein.

    • Geben Sie im Feld Server den Namen der Azure SQL Server-Datenbank ein. Geben Sie z. B. "meineAzureDB.Datenbank.windows.net" ein. Klicken Sie nicht auf den nach unten weisenden Pfeil.

  2. Wählen Sie auf Seite 2 eine der folgenden Authentifizierungsmethoden aus:

  3. Wählen Sie auf den Seiten 3 und 4 verschiedene Optionen zum Anpassen Ihrer Verbindung aus. Weitere Informationen zu diesen Optionen finden Sie unter Microsoft ODBC-Treiber für SQL Server.

  4. Ein Bildschirm wird angezeigt, damit Sie Ihre Einstellungen bestätigen. Wählen Sie Datenquelle testen aus, um die Verbindung zu bestätigen.

  5. Möglicherweise müssen Sie sich bei der Datenbank anmelden. Geben Sie im Dialogfeld SQL Server-Anmeldung die Anmelde-ID und das Kennwort ein. Um weitere Einstellungen zu ändern, wählen Sie Optionen aus.

Phase 4: Auswählen der Tabellen, die Sie verknüpfen oder importieren möchten

  1. Wählen Sie im Dialogfeld Tabellen verknüpfen oder Objekte importieren unter Tabellen jede Tabelle oder Ansicht aus, die Sie verknüpfen oder importieren möchten, und klicken Sie dann auf OK.

    Liste der Tabellen, die Sie verknüpfen oder importieren möchten
  2. Entscheiden Sie in einem Verknüpfungsvorgang, ob Sie das Kennwort gespeichert werden soll.

    Sicherheit    Wenn Sie diese Option auswählen, brauchen Sie die Anmeldeinformationen nicht bei jedem Öffnen von Access und Zugreifen auf Daten erneut einzugeben. Hierbei wird jedoch ein nicht verschlüsseltes Kennwort in der Access-Datenbank gespeichert. Das bedeutet, Personen, die Zugriff auf den Quellinhalt haben, können den Benutzernamen und das Kennwort sehen. Wenn Sie diese Option auswählen, wird dringend empfohlen, die Access-Datenbank an einem vertrauenswürdigen Speicherort zu speichern und ein Access-Datenbankkennwort zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Entscheiden, ob einer Datenbank vertraut werden soll und Verschlüsseln einer Datenbank mithilfe eines Datenbankkennworts.

Phase 5: Erstellen von Spezifikationen und Aufgaben (nur für den Import)

Ergebnisse

Wenn ein Verknüpfungs- oder Importvorgang abgeschlossen ist, werden die Tabellen mit dem gleichen Namen wie die SQL Server-Tabelle oder -Ansicht, kombiniert mit den Namen des Besitzers, im Navigationsbereich angezeigt. Ist der SQL-Name z. B. "dbo.Product", lautet der Access-Name "dbo_Product". Wird dieser Name bereits verwendet, fügt Access an den neuen Tabellennamen eine "1" an – z. B. "dbo_Product1". Wird auch "dbo_Product1" bereits verwendet, erstellt Access den Namen "dbo_Product2" und so weiter. Sie können den Tabellen jedoch umbenennen und ihnen aussagekräftigere Namen geben.

In einem Importvorgang überschreibt Access nie eine Tabelle in der Datenbank. Sie können SQL Server-Daten zwar nicht direkt an eine vorhandene Tabelle anfügen, aber Sie können nach dem Importieren von Daten aus ähnlichen Tabellen eine Anfügeabfrage erstellen, um die Daten anzufügen.

Wenn die Spalten in einem Verknüpfungsvorgang schreibgeschützt sind, sind sie auch in Access schreibgeschützt.

Tipp    Um die Verbindungszeichenfolge anzuzeigen, zeigen Sie auf die Tabelle im Access-Navigationsbereich.

Aktualisieren des Entwurfs der verknüpften Tabelle

Sie können in einer verknüpften Tabelle keine Spalten hinzufügen, löschen oder ändern und keine Datentypen ändern. Wenn Sie Änderungen am Entwurf vornehmen möchten, nehmen Sie diese in der Azure SQL Server-Datenbank vor. Damit die Entwurfsänderungen in Access angezeigt werden, aktualisieren Sie die verknüpften Tabellen:

  1. Wählen Sie Externe Daten > Tabellenverknüpfungs-Manager aus.

  2. Markieren Sie alle verknüpften Tabellen, die Sie aktualisieren möchten, wählen Sie OK und dann Schließen aus.

Datentypen vergleichen

Access-Datentypen heißen anders als Azure SQL Server-Datentypen. Eine Azure SQL Server-Spalte mit dem Datentyp Bit wird in Access mit dem Datentyp Ja/Nein importiert oder verknüpft. In der folgenden Tabelle werden die Azure SQL Server- und Access-Datentypen verglichen.

SQL Server-Datentyp

Access-Datentyp

Access-Feldgröße

bigint

Große Zahl

Siehe Verwenden des Datentyps "Große Zahl".

binary (Feldgröße)

Binär

Entspricht der SQL Server-Feldgröße

bit

Ja/Nein

char (field size), mit einer Feldgröße kleiner oder gleich 255

Text

Entspricht der SQL Server-Feldgröße

char (field size), mit einer Feldgröße größer 255

Memo

datetime

Datum/Uhrzeit

decimal (precision, scale)

Zahl

Decimal (die Access-Eigenschaften "Präzision" und "Skalierung" entsprechen den SQL Server-Eigenschaften "precision" und "scale".)

float

Zahl

Double

image

OLE-Objekt

int

Zahl

Lange ganze Zahl

money

Währung

nchar (field size), mit einer Feldgröße kleiner oder gleich 255

Text

Entspricht der SQL Server-Feldgröße

nchar (field size), mit einer Feldgröße größer 255

Memo

ntext

Memo

numeric (precision, scale)

Zahl

Decimal (die Access-Eigenschaften "Präzision" und "Skalierung" entsprechen den SQL Server-Eigenschaften "precision" und "scale".)

nvarchar (field size), mit einer Feldgröße kleiner oder gleich 255

Text

Entspricht der SQL Server-Feldgröße

nvarchar (field size), mit einer Feldgröße größer 255

Memo

nvarchar(MAX)

Memo

real

Zahl

Single

smalldatetime

Datum/Uhrzeit

smallint

Zahl

Ganze Zahl

smallmoney

Währung

sql_variant

Text

255

Text

Memo

timestamp

Binär

8

tinyint

Zahl

Byte

uniqueidentifier

Zahl

Replikations-ID

varbinary

Binär

Entspricht der SQL Server-Feldgröße

varbinary (MAX)

OLE-Objekt

varchar (field size), mit einer Feldgröße kleiner oder gleich 255

Text

Entspricht der SQL Server-Feldgröße

varchar (field size), mit einer Feldgröße größer 255

Memo

varchar(MAX)

Memo

xml

Memo

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