Tipps zum Optimieren von IMAP-Migrationen

Wenn Sie eine IMAP (Internet Message Access Protocol)-Migration von einem lokalen Exchange Server zu Office 365 durchführen, stehen Ihnen einige Möglichkeiten zur Optimierung der Migrationsleistung zur Verfügung.

Optimieren von IMAP-Migrationen

Es folgen einige Tipps zum Optimieren einer IMAP-Migration:

  • Erhöhen der Verbindungslimits für den IMAP-Server.      Viele Firewalls und E-Mail-Server weisen Limits pro Benutzer, Limits pro IP-Adresse und allgemeine Verbindungslimits auf. Stellen Sie vor dem Migrieren von Postfächern sicher, dass Ihre Firewall und der IMAP-Server so konfiguriert sind, dass eine hohe oder maximale Anzahl von Verbindungen für folgende Einstellungen zulässig ist:

    • Die Gesamtzahl der Verbindungen mit dem IMAP-Server.

    • Die Anzahl der Verbindungen eines bestimmten Benutzers. Dies ist wichtig, wenn Sie ein Administratorkonto in der CSV-Migrationsdatei (Datei mit durch Kommas getrennten Werten) verwenden, da alle Verbindungen mit dem IMAP-Server über dieses Benutzerkonto erfolgen.

    • Die Anzahl der Verbindungen von einer einzelnen IP-Adresse. Dieses Limit wird in der Regel durch die Firewall oder den E-Mail-Server erzwungen.

    Wenn auf Ihrem IMAP-Server Microsoft Exchange Server 2010 oder Exchange 2007 ausgeführt wird, sind die Standardeinstellungen für Verbindungslimits niedrig. Achten Sie darauf, diese Limits zu erhöhen, bevor Sie E-Mails migrieren. In Exchange 2003 ist die Anzahl der Verbindungen standardmäßig nicht eingeschränkt.

    Weitere Informationen finden Sie unter:

  • Ändern der Einstellung für die Gültigkeitsdauer (Time-to-live, TTL) des DNS im MX-Eintrag.      Ändern Sie vor dem Migrieren von Postfächern die TTL-Einstellung des DNS (Domain Name System) in Ihrem aktuellen MX-Eintrag in ein kürzeres Intervall, z. B. 3.600 Sekunden (eine Stunde). Wenn Sie den MX-Eintrag dann nach der Migration aller Postfächer so ändern, dass er auf Ihre Office 365-E-Mail-Organisation verweist, sollte der aktualisierte MX-Eintrag aufgrund des kürzeren TTL-Intervalls schneller verteilt werden.

  • Ausführen eines oder mehrerer Testmigrationsbatches.      Führen Sie einige kleine IMAP-Migrationsbatches aus, bevor Sie größere Anzahlen von Benutzern migrieren. Eine Testmigration bietet folgende Möglichkeiten:

    • Überprüfen des Formats der CSV-Datei.

    • Testen des Migrationsendpunkts, der zum Herstellen einer Verbindung mit dem IMAP-Server verwendet wird.

    • Überprüfen, ob E-Mails unter Verwendung von Administratoranmeldeinformationen erfolgreich migriert werden können (falls zutreffend).

    • Ermitteln der optimalen Anzahl gleichzeitiger Verbindungen mit dem IMAP-Server, durch die Auswirkungen auf die Internetbandbreite auf ein Minimum reduziert werden.

    • Sicherstellen, dass von Ihnen ausgeschlossene Ordner nicht zu Office 365-Postfächern migriert werden.

    • Ermitteln der Zeitdauer für die Migration einer Gruppe von Benutzern.

    • Verwenden Sie die CSV-Dateien mit identischer Anzahl von Zeilen, und führen Sie die Batches zu ähnlichen Zeiten während des Tages aus. Vergleichen Sie dann die Gesamtausführungszeiten aller Testbatches. Dieser Vergleich erleichtert Ihnen die Abschätzung, wie lange das Migrieren aller Postfächer dauern wird, wie umfangreich jeder Migrationsbatch sein sollte und wie viele gleichzeitige Verbindungen mit dem IMAP-Server verwendet werden sollten, um einen sinnvollen Kompromiss zwischen Migrationsgeschwindigkeit und Internetbandbreite zu erzielen.

  • Verwenden von Administratoranmeldeinformationen in der CSV-Datei zum Migrieren von E-Mails.      Diese Methode bedeutet für die Benutzer die geringste Störung und Unannehmlichkeit und hilft beim Minimieren von Synchronisierungsfehlern, die verursacht werden, wenn Benutzer das Kennwort für ihr lokales Konto ändern. Außerdem erspart es das Abrufen oder Ändern von Benutzerkennwörtern. Wenn Sie diese Methode verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass das verwendete Administratorkonto über die erforderlichen Berechtigungen für den Zugriff auf die migrierten Postfächer verfügt.

    Hinweis : Wenn Sie sich für die Verwendung von Benutzeranmeldeinformationen in der CSV-Datei entscheiden, überlegen Sie, ob Sie Benutzerkennwörter global ändern und dann verhindern, dass Benutzer ihre Kennwörter auf dem lokalen Konto ändern, bevor Sie deren Postfächer migrieren. Wenn Benutzer ihr Kennwort ändern, bevor ihr Postfach zum cloudbasierten Postfach migriert wurde, schlägt die Migration fehl. Wenn Benutzer ihr Kennwort ändern, nachdem das Postfach migriert wurde, werden neue E-Mails, die an das Postfach auf dem IMAP-Server gesendet werden, nicht zu ihrem Office 365-Postfach migriert.

  • Kein Löschen von Postfächern oder Ändern der SMTP-Adressen während der Migration.      Das Migrationssystem meldet einen Fehler, wenn ein Postfach, das migriert wurde, nicht gefunden werden kann. Achten Sie darauf, die Migration abzuschließen und den Migrationsbatch zu löschen, bevor Sie die SMTP-Adresse eines Office 365- oder lokalen Postfachs, das migriert wurde, löschen oder ändern.

  • Kommunikation mit den Benutzern.      Teilen Sie den Benutzern vorab mit, dass Sie den Inhalt ihrer lokalen Postfächer zu Ihrer Office 365-Organisation migrieren. Beachten Sie Folgendes:

    • Informieren Sie die Benutzer, dass E-Mail-Nachrichten mit einer Größe von mehr als 35 MB nicht migriert werden. Bitten Sie die Benutzer, sehr umfangreiche Nachrichten und Anlagen auf ihrem lokalen Computer oder einem USB-Wechseldatenträger zu speichern.

    • Bitten Sie die Benutzer, alte oder nicht mehr benötigte E-Mail-Nachrichten vor der Migration aus ihren lokalen Postfächern zu löschen. Dadurch kann die Menge an Daten reduziert werden, die migriert werden müssen, und dies kann zu einer Verkürzung der Gesamtdauer der Migration führen. Sie können deren Postfächer auch selber bereinigen.

    • Empfehlen Sie den Benutzern, ihre Posteingangsfächer zu sichern.

    • Informieren Sie die Benutzer, welche Ordner nicht migriert werden (falls zutreffend).

    • Ordner mit einem Schrägstrich (/) im Ordnernamen werden nicht migriert. Wenn die Benutzer Ordner migrieren möchten, die Schrägstriche im Namen enthalten, müssen sie die Ordner umbenennen oder die Schrägstriche durch ein anderes Zeichen ersetzen, z. B. einen Unterstrich (_) oder einen Bindestrich (-).

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