SharePoint-Korrelations-ID in Fehlermeldungen: Zweck und Verwendung

Wenn Sie als Benutzer Probleme mit einer öffentlichen Website oder einer Umfrage haben, bitten Sie per E-Mail oder telefonisch das Unternehmen, das die Website betreibt, um Unterstützung.   Normalerweise sind die Kontaktinformationen für eine Website oder Umfrage am unteren Seitenrand oder im Abschnitt "Info" des Navigationsmenüs zu finden.

Als Benutzer in einem Unternehmen wenden Sie sich bei Fehlern an die Person, die die interne Website des Unternehmens verwaltet.   Solche Probleme können oftmals nur vom Webmaster (SharePoint-Administrator) oder jemanden in Ihrem Unternehmen gelöst werden.

Wenn Sie als SharePoint-Administrator, Webmaster oder Websiteverwalter    von Benutzern nach Korrelations-IDs gefragt werden, können die folgenden Informationen für Sie hilfreich sein.

Was eine Korrelations-ID ist und was nicht

Die Korrelations-ID ist keine Fehlernummer und kein Fehlercode. Sie ist einfach eine GUID (Globally Unique Identifier), die für jede auf dem SharePoint-Server empfangene Anforderung automatisch generiert wird. Sie ist für jede Anforderung (nicht für jeden Fehler) eindeutig. Wenn jedoch ein Fehler auftritt, enthält die Fehlermeldung die Korrelations-ID, die zum betreffenden Zeitpunkt für die Anforderung gültig war.

Diese ist für den SharePoint-Administrator hilfreich, um zu verfolgen, was zu dem Zeitpunkt, zu dem der Fehler auftrat, geschehen ist. Sie ist nur als interaktives Tool nützlich, das dem Administrator hilft, dem Fehler auf den Grund zu gehen. Ein Administrator verwendet die Korrelations-ID als Spur, über die sich Anforderungen oder Prozesse im vereinheitlichten Protokollierungsdienst (Unified Logging Service, ULS) von SharePoint zurückverfolgen lassen und sich feststellen lässt, was zu einem Problem geführt und dieses verursacht hat. Wenn in SharePoint ein Fehler gemeldet wird, der bei der Bearbeitung der Aufgabe nicht identifiziert werden kann, wird die Meldung "Unerwarteter Fehler" protokolliert und die Korrelations-ID mit erfasst. Anhand der Korrelations-ID kann ermittelt werden, was geschehen ist, aber nicht, warum.

Diagramm der Zuweisung einer Korrelations-ID

Erfolgreiche Anforderungen werden ebenso mit einer Korrelations-ID markiert wie fehlgeschlagene. Die ID ist für jede neue Anforderung eindeutig und gilt nur für die Dauer der Anforderung. Ein Windows-Fehler hingegen zeigt eine 80xxxxxx-Nummer an, die das Problem genau identifiziert. Es ist nicht hilfreich, im Internet nach einer bestimmten Korrelations-ID zu suchen, da sie alle unterschiedlich und eindeutig für Ihren Server und den bestimmten Zeitpunkt sind.

Hilfreich ist eine Korrelations-ID bei der Ablaufverfolgung in einem Prozess. SharePoint erstellt bei der Verarbeitung von Anforderungen ein Protokoll (ULS), in dem jeder Schritt erfasst wird. Die Korrelations-ID ist im Grunde der rote Faden, der sich durch alle Schritte hindurch zieht. In SharePoint werden Tausende von Anforderungen gleichzeitig verarbeitet. Mithilfe der Korrelations-ID können genau die Schritte herausgefiltert werden, die in SharePoint für eine bestimmte Anforderung ausgeführt wurden.

Für den Administrator ist eine Korrelations-ID hilfreich, um Fehler ebenso wie Leistungs- und andere Probleme zu verfolgen. Anhand der Korrelations-IDs für Anforderungen, bei denen die Probleme aufgetreten sind, lässt sich eingehender untersuchen, was geschehen ist.  Wenn kein Fehler auftritt und keine Fehlermeldung generiert wird, kann die von den Prozessen generierte Korrelations-ID im Entwicklerdashboard angezeigt werden. 

Als Endbenutzer haben Sie wahrscheinlich keinen Zugriff auf die Protokolle, die die Informationen enthalten, für die eine Korrelations-ID hilfreich sein kann. In diesem Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich an den Helpdesk oder den Administrator zu wenden. Legen Sie Ihr Problem dar, und helfen Sie Ihrem Ansprechpartner, zu einer Diagnose zu gelangen. Geben Sie unbedingt die Korrelations-ID an, die in Ihrer Fehlermeldung angezeigt wird.

Um als IT-Experte oder Administrator herauszufinden, was geschehen ist, müssen Sie die ULS-Protokolle für den Zeitpunkt finden, zu dem das Ereignis aufgetreten ist, und in den Protokollen nach der Korrelations-ID suchen. Möglicherweise müssen Sie über mehrere der Web-Front-Ends suchen, um das Front-End zu finden, das die benötigte Korrelations-ID besitzt. Mit der Korrelations-ID lässt sich der Fehler nicht beheben, aber sie ist hilfreich, um eine Anforderung zu verfolgen und möglicherweise festzustellen, was den Fehler verursacht hat. Sie erhalten vielleicht einen Einblick in das Geschehen, unmittelbar bevor der Fehler generiert wurde, Sie erfahren, welche Fehlermeldungen angezeigt wurden oder welche Ereignisse ggf. aufgrund dieses Fehlers ausgelöst wurden. Sie können mithilfe eines Tools wie ULSViewer den Blick auf diese Daten erleichtern und die Anforderungen herausfiltern, die Sie sich nicht anschauen müssen. Weitere Informationen und Tipps finden Sie im Blogbeitrag SharePoint logging and troubleshooting using ULSViewer (in englischer Sprache, "SharePoint-Protokollierung und Problembehandlung mit ULSViewer").

So sieht ein typisches Szenario aus, in dem ein Administrator eine Korrelations-ID verwendet:

  • Einem Benutzer wird beim Öffnen einer Datei in Excel ein Fehler angezeigt, dem der Administrator die Korrelations-ID und das Datum/die Uhrzeit des Vorfalls entnehmen kann:

  • Suchen Sie das Protokollverzeichnis und das benötigte Datum, und öffnen Sie diese Datei in Excel:

  • Suchen Sie nach der betreffenden Korrelations-ID. Sie können auch nach der Ebene der Ereignisse filtern, um sich einen Überblick über das Geschehen zu verschaffen:

  • Wenn Sie die Korrelations-ID nicht finden können, probieren Sie einen anderen Webserver aus, der zum Zeitpunkt der Problemmeldung am Kreislauf beteiligt war.

Die folgenden Ressourcen für Administratoren helfen beim Debuggen von SharePoint-Fehlern. Zusätzlich zu diesen Links empfiehlt es sich, das Web zu durchsuchen, denn es gibt zahlreiche Websites und Communitys von Drittanbietern, die Unterstützung und Tools für die Arbeit mit SharePoint bereitstellen. Da SharePoint eine Plattform ist, gibt es eine Community mit Tausenden von Entwicklern, IT-Experten und Benutzern, die Tools, Apps und Dokumentation entwickeln, von denen alle profitieren.

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