Planen der Durchforstung von Inhalten

Hinweis :  Dieser Artikel enthält vorläufige Inhalte zu einer vorläufigen Softwareversion. Er ist möglicherweise unvollständig und kann ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Inhalt dieses Artikels

Informationen zum Durchforsten von Inhalten

Planen von Inhaltsquellen

Planen von Durchforstungsaspekten für Anbieter für gemeinsame Dienste (Shared Services Providers, SSPs)

Planen von Durchforstungsaspekten für Serverfarmen

Verwenden des Arbeitsblatts für die Planung von Suchfunktionen

Bevor Sie die Unternehmenssuchfunktionen in Microsoft Office SharePoint Server 2007 zum Suchen nach Inhalten in Ihrer Organisation nutzen können, müssen Sie entscheiden, welche Inhalte dafür vorgesehen sein sollen, und das Durchforsten der Inhalte so planen, dass der Inhalt und seine Eigenschaften in Suchabfragen verwendet werden können.

Microsoft Office SharePoint Server 2007 verwendet Inhaltsquellen zum Durchforsten von Inhalten in Ihren Websitesammlungen oder auf zugehörigen externen Websites bzw. in Anwendungen mit Geschäftsdaten, sodass relevante Inhalte und Daten in den Suchergebnissen angezeigt werden. Andere Suchfeatures filtern oder ändern Inhalte, nachdem sie durchforstet wurden. Eine gute Planung von Inhaltsquellen hilft bei der Einrichtung der Suchfunktion während Ihrer ersten Bereitstellung. Diese ermöglicht Ihnen das Konfigurieren und Verwalten von Inhalten in Ihrer gesamten Organisation, und zwar basierend auf wichtigen Teilmengen von Inhalten und Daten bzw. auf Inhalten und Daten, die entweder für Ihre Office Server-Bereitstellung oder Ihre Organisation extern sind. Sie planen außerdem für jede Inhaltsquelle Durchforstungszeitpläne, Crawlregeln, die Verwaltung von Eigenschaften und Relevanzeinstellungen.

Informationen zum Durchforsten von Inhalten

Durchforsten ist ein Vorgang zum Indizieren von Inhalten, Daten und Metadaten, damit Suchabfragen relevante Suchergebnisse liefern können. Eine Inhaltsquelle ist ein von Office SharePoint Server 2007 verwendeter Ausgangspunkt zum Durchforsten von Inhalten, um sie für Suchabfragen verfügbar zu machen. Inhaltsquellen bestehen aus einer oder mehreren Startadressen, bei denen es sich um URLs mit Inhalten oder Daten handelt, die Sie in Suchvorgänge in Ihrer Organisation einschließen möchten. Inhalte werden basierend auf Regeln, die vom SSP-Anbieter (Shared Services Provider, Anbieter für gemeinsame Dienste) für die Suche ausgewählt werden, in einen Inhaltsindex eingeschlossen oder davon ausgeschlossen. Nach dem Durchforsten von Inhalten und Daten in einer Inhaltsquelle werden Abfragen von Abfrageservern basierend auf den verwalteten Eigenschaften der Suche und der Möglichkeiten des Suchdiensts verarbeitet. Danach werden relevante Suchergebnisse zurückgegeben. Standardmäßig werden alle Inhalte in jeder einzelnen Webanwendung, die den SSP verwendet, in einer einzigen Inhaltsquelle durchforstet.

SSP-Suchadministratoren können zusätzliche Inhaltsquellen für wichtige Teilmengen von Inhalten erstellen. Sie können Crawlregeln für Startadressen auswählen, die für alle Inhaltsquellen im SSP gelten, und zwar basierend darauf, welche Inhalte und Daten bei jeder Startadresse für die Organisation relevant sind. Sie können auch Einstellungen für jede Inhaltsquelle konfigurieren.

In früheren Versionen von Microsoft SharePoint Portal Server haben Administratoren Inhaltsindizes verwaltet, bei denen es sich um die zugrunde liegenden Sammlungen aller Inhalte handelte, die von Inhaltsquellen durchforstet wurden. In Microsoft Office SharePoint Server 2007 ist dies nicht mehr erforderlich. Der einzelne Inhaltsindex für jeden SSP wird automatisch basierend auf den Einstellungen erstellt, die für jede Inhaltsquelle ausgewählt sind. Inhaltsindizes werden Administratoren nicht mehr angezeigt.

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Planen von Inhaltsquellen

Die Standardinhaltsquelle für den SSP durchforstet den Inhalt aller Webanwendungen, die den SSP verwenden. Der Startadressen aller Webanwendungen im SSP werden automatisch der Inhaltsquelle hinzugefügt, sodass alle Inhalte im SSP nach der ersten vollständigen Durchforstung der Inhaltsquelle zum Durchsuchen zur Verfügung stehen.

Die Informationsarchitektur sollte auch zusätzliche Inhaltsquellen empfehlen, die für jede Ihrer Websitesammlungen in Ihren Webanwendungen erstellt werden können. Um Durchforstungen unabhängig zu verwalten und zu planen, können Sie Inhaltsquellen erstellen, die im gesamten SSP eine Teilmenge der Inhalte durchforsten. Dies ist nützlich zum häufigeren Durchforsten von Inhalten mit hoher Priorität oder Änderungsfrequenz, ohne dass der gesamte Inhalt durchforstet werden muss.

Beispiele für Inhalte, für die Sie möglicherweise zusätzliche Inhaltsquellen planen, sind u. a.:

  • Inhalte in Dateifreigaben innerhalb Ihrer Organisation

  • Exchange Server-Inhalte

  • Inhalte auf Lotus Notes-Servern

  • Websites im Websiteverzeichnis

  • Andere Inhalte in Ihrer Organisation, die sich nicht auf SharePoint-Websites befinden

  • Inhalte, die für Ihren SSP oder Ihre Organisation extern sind

  • Geschäftsdaten, die in branchenspezifischen Anwendungen gespeichert sind

Jede Inhaltsquelle kann eine oder mehrere Startadressen enthalten, die auf Speicherorte einer beliebigen Kombination dieser Inhaltstypen zeigen. Ob Sie Inhalte in einer Inhaltsquelle gruppieren oder zusätzliche Inhaltsquellen erstellen, hängt größtenteils von Verwaltungsaspekten ab. Administratoren nehmen häufig Änderungen vor, die eine vollständige Aktualisierung einer bestimmten Inhaltsquelle erfordern. Änderungen an Crawlregeln, am Durchforstungs- oder Zugriffskonto oder an verwalteten Eigenschaften erfordern eine vollständige Aktualisierung. Organisieren Sie Inhaltsquellen zum Vereinfachen der Verwaltung so, dass die gleichzeitige Aktualisierung dieser Inhalte für Administratoren und ihre anderen geplanten Verwaltungsaufgaben kein Hindernis darstellt.

Inhalte in Dateifreigaben und auf Servern außerhalb Ihrer Serverfarm, z. B. E-Mail-Server, Webserver ohne SharePoint-Websites oder Anwendungsserver mit Geschäftsdaten, müssen nach Verfügbarkeit organisiert werden. Wenn die Server mit den Inhalten zeitgleich verfügbar sind, können Sie wahrscheinlich alle Inhalte in der Inhaltsquelle erfolgreich durchforsten, sodass später vollständige Aktualisierungen weniger oft erfolgen müssen.

Um neben diesen Aspekten alle Inhalte, die von allen Websitesammlungen in Ihrer Organisation benötigt werden, effektiv zu durchforsten, verwenden Sie so wenige Inhaltsquellen wie möglich. Verwenden Sie das Arbeitsblatt "Planen der Durchforstungs- und Suchabfragefunktionen" zum Aufzeichnen von Entscheidungen, die Sie für Ihre erste Bereitstellung zu Inhaltsquellen treffen.

Planen externer Inhaltsquellen

Externe Inhalte bezeichnen zwei Typen von Inhalten, die für die Benutzer in Ihrer Organisation nützlich sind:

  • Inhalte in einer Webanwendung, die einen anderen SSP verwendet, die Sie mithilfe dieses SSP durchforsten möchten.

  • Internet- oder Extranetinhalte, die nicht von Benutzern in Ihrer Organisation erstellt oder gesteuert werden.

Wenn Inhalte in einer Webanwendung relevant genug für das Einbeziehen in eine Inhaltsquelle sind, sollte diese Webanwendung am besten denselben SSP wie andere Webanwendungen in Startadressen in der Inhaltsquelle verwenden. Mitunter möchten Sie ggf. eine Teilmenge der Inhalte Ihrer Organisation aus einer Webanwendung einbeziehen, die andere gemeinsam genutzte Dienste verwendet. Vermeiden Sie diese Situation nach Möglichkeit, indem Sie Ihre Informationsarchitektur, SSPs und Websitestruktur sorgfältig planen. Wenn Sie Inhalte einer Webanwendung durchforsten müssen, die einen anderen SSP verwendet, stellen Sie sicher, dass das dazugehörige Crawlkonto über eine Leseberechtigung für diese Inhalte verfügt. Versuchen Sie zudem, die Startadresse in einer Inhaltsquelle mit anderen Inhalten zu gruppieren, die zu ähnlichen Zeiten verfügbar oder konzeptuell verwandt sind.

Nicht unüblich sind Inhalte außerhalb der Kontrolle Ihrer Organisation, die sich auf Inhalte auf Ihren SharePoint-Websites beziehen. Sie können die Startadressen für diese Inhalte einer vorhandenen Inhaltsquelle hinzufügen oder eine neue Inhaltsquelle für externen Inhalt erstellen. Da die Verfügbarkeit externer Websites stark variiert, ist es hilfreich, wenn für unterschiedliche externe Inhalte getrennte Inhaltsquellen hinzugefügt werden. Sie können dann jede Gruppe externer Inhalte gemäß einem Durchforstungszeitplan aktualisieren, der für die Verfügbarkeit der einzelnen Websites sinnvoll ist.

Crawlerauswirkungsregeln sind besonders wichtig für das Durchforsten externer Inhaltsquellen, da beim Durchforsten Ressourcen auf den durchforsteten Servern beansprucht werden. Wenn Sie zu viele Inhalte auf externen Servern anfordern oder Anforderungen zu häufig stellen, schränken Administratoren dieser Websites Ihren künftigen Zugriff ggf. ein, wenn Ihre Durchforstungen zu viele Ressourcen oder zu viel Bandbreite beanspruchen. Sie können auch Durchforstungseinstellungen für jede Inhaltsquelle und Crawlregeln für den SSP verwenden, um die Auswirkungen auf externe Server zu beschränken.

Planen von Inhaltsquellen für Geschäftsdaten

Inhaltsquellen mit Geschäftsdaten erfordern, dass die Anwendungen, die die Daten hosten, zunächst im Geschäftsdatenkatalog registriert und die Eigenschaften verwalteten Eigenschaften zugeordnet werden, die Ihrem Suchschema entsprechen. Startadressen von Geschäftsdaten können nicht mit Startadressen anderer Inhalte kombiniert werden, weshalb Sie Inhaltsquellen mit Geschäftsdaten separat verwalten müssen.

Häufig entsprechen die Personen, die die Integration von Geschäftsdaten in Ihre Websitesammlungen planen, nicht den Personen, die am allgemeinen Inhaltsplanungsprozess beteiligt sind. Ziehen Sie Administratoren von Geschäftsanwendungen zu Ihren Inhaltsplanungsteams hinzu, damit sie Ihnen empfehlen können, wie ihre Daten in andere Inhalte integriert und in Ihren Websitesammlungen effektiv präsentiert werden.

Planen von Einstellungen für die Durchforstung

Für jede Inhaltsquelle können Sie auch auswählen, wie umfassend die Startadressen in dieser Inhaltsquelle durchforstet werden sollen. Die folgenden Optionen sind in den Eigenschaften für jede Inhaltsquelle verfügbar:

  • Alle Elemente unter dem Hostnamen für jede Startadresse durchforsten

  • Nur die SharePoint-Website jeder Startadresse durchforsten

Wie bei anderen Entscheidungen zu Inhaltsquellen sind die wichtigsten zu berücksichtigenden Faktoren beim Planen der Durchforstungseinstellungen von Inhaltsquellen die Relevanz der Informationen und die Auswirkungen auf die Leistung. So erzielen Sie die besten Ergebnisse:

  • Durchforsten Sie die SharePoint-Website nur, wenn der auf verknüpften Websites verfügbare Inhalt wahrscheinlich nicht relevant und der Inhalt auf der Website selbst relevant ist.

  • Durchforsten Sie alles, wenn die Links auf der Startadresse tendenziell auf relevante Inhalte verweisen.

Planen von Durchforstungszeitplänen

Alle Inhaltsquellen können basierend auf einem Durchforstungszeitplan für die jeweilige Inhaltsquelle unabhängig voneinander aktualisiert werden. Durchforstungszeitpläne sollten basierend auf Verfügbarkeits-, Leistungs- und Bandbreitenaspekten der beiden Server, auf denen der Suchdienst ausgeführt wird, und der Server geplant werden, die den durchforsteten Inhalt hosten.

Optimale Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Durchforstungszeitpläne basierend auf den folgenden Aspekten planen:

  • Gruppieren Sie Startadressen in Inhaltsquellen basierend auf ähnlicher Verfügbarkeit und mit akzeptablem allgemeinen Ressourceneinsatz für die Server, die den Inhalt hosten.

  • Planen Sie inkrementelle Durchforstungen für jede Inhaltsquelle zu Zeiten, wenn die Server, die den Inhalt hosten, verfügbar sind, aber die Nachfrage nach Ressourcen auf den Servern niedrig ist.

  • Staffeln Sie Durchforstungszeitpläne so, dass die Last auf den Servern in Ihrer Farm mit der Zeit verteilt wird.

  • Planen Sie vollständige Durchforstungen weniger häufig ein.

  • Planen Sie Verwaltungsänderungen, die eine vollständige Durchforstung erfordern, so ein, dass diese kurz vor dem geplanten Zeitplan für vollständige Durchforstungen erfolgen.

Sie können Zeitpläne nach der anfänglichen Bereitstellung basierend auf der Leistung und Kapazität der Server in der Farm und den Servern anpassen, die Inhalte hosten.

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Planen von Durchforstungsaspekten für Anbieter für gemeinsame Dienste (Shared Services Providers, SSPs)

Nachdem Sie Inhaltsquellen bestimmt haben, die Sie für Ihre Erstbereitstellung planen müssen, wenden Sie sich der SSP-Planung zu. Die Einstellungen für die Durchforstung auf den Seiten für die Verwaltung der gemeinsamen Dienste für den SSP wirken sich auf das Durchforsten aller Inhaltsquellen im SSP aus. In den meisten Organisationen wird nur ein SSP zum Durchforsten und Abfragen aller Inhalte verwendet, weshalb diese Einstellungen für alle Inhaltsquellen in der Organisation gelten.

Während der Bereitstellung erstellen Sie SSPs und dann Inhaltsquellen für jeden SSP. Bei der Planung ist es meist hilfreich, die Inhaltsquellen zuerst zu planen. In den seltenen Fällen, in denen zusätzliche SSPs benötigt werden, kann das Planen von Inhaltsquellen helfen, den Bedarf an mehreren SSPs zu bestimmen. Die Planung von Inhaltsquellen kann auch das Bestimmen von Inhalten unterstützen, die von Crawlregeln oder neuen Dateitypen profitieren können.

Die folgenden SSP-Einstellungen wirken sich auf durchforstete Inhalte aus:

  • Einrichten des Standardkontos für den Inhaltszugriff

  • Konfigurieren von Crawlregeln für bestimmte Startadressen, die von beliebigen Ihrer Inhaltsquellen verwendet werden

  • Hinzufügen von Dateitypen

Planen des Standardkontos für den Inhaltszugriff

Das Standardkonto für den Inhaltszugriff ist das Konto, das standardmäßig verwendet wird, wenn Inhaltsquellen durchforstet werden. Dieses Konto wird während der Konfiguration im Anschluss an das Setup vom SSP-Administrator ausgewählt. Das Standardzugriffskonto muss über Lesezugriff auf alle Inhalte verfügen, die durchforstet werden. Andernfalls werden die Inhalte nicht durchforstet und stehen anschließend für Suchabfragen nicht zur Verfügung. Für einzelne Websites in einer Inhaltsquelle können Sie Crawlregeln für die Nutzung eines anderen Zugriffskontos verwenden. Die bewährte Methode besteht darin, ein Standardkonto für den Inhaltszugriff zu wählen, das den umfassendsten Zugriff auf die meisten Ihrer durchforsteten Inhalte hat, und andere Zugriffskonten nur zu nutzen, wenn Sicherheitsaspekte getrennte Konten erforderlich machen. Bestimmen Sie für jede Inhaltsquelle, die Sie planen, die Startadressen, auf die das Standardkonto für den Inhaltszugriff keinen Zugriff hat. Planen Sie für diese Startadressen das Hinzufügen von Zugriffskonten. Administratoren können für die entsprechenden Startadressen zusätzliche Zugriffskonten in Crawlregeln konfigurieren. Weitere Informationen zu den Planungsaspekten für Zugriffskonten finden Sie im folgenden Abschnitt zu Crawlregeln.

Planen von Crawlregeln

Crawlregeln dienen zum Beschränken von Inhalten, die von Inhaltsquellen durchforstet werden, um den Einsatz von Serverressourcen und Netzwerkdatenverkehr zu minimieren und die Relevanz von Suchergebnissen zu erhöhen. Crawlregeln gelten gleichzeitig für alle Inhaltsquellen. Sie erstellen Crawlregeln zum Ausschließen bestimmter Websites oder Speicherorte von der Durchforstung, zum Konfigurieren der Durchforstung einer bestimmten Website oder zum Ändern des Crawlkontos in ein Konto, das sich vom Standardkonto für den Inhaltszugriff unterscheidet.

Jede Crawlregel enthält eine URL oder eine Gruppe von URLs, die mithilfe von Platzhaltern, einer Ein- und Ausschlussregel und eines Crawlkontos dargestellt wird.

Mithilfe von Ausschlussregeln können Sie das Durchforsten irrelevanter Inhalte vermeiden. Häufig ist der Großteil des Inhalts einer bestimmten Websiteadresse relevant, während dies für eine bestimmte Unterwebsite oder einen Websitebereich nicht gilt. Durch Auswählen einer gebündelten Kombination von Startadressen und Crawlregeln für den Ausschluss können SSP-Administratoren durchforstete Inhalte maximieren und zugleich die Auswirkungen auf die Durchforstungsleistung und die Größe von Inhaltsdatenbanken minimieren. Ausschlussregeln sind besonders hilfreich bei der Planung von Startadressen für externe Inhalte, bei denen die Auswirkungen auf den Ressourceneinsatz nicht der Kontrolle Ihrer Organisation unterliegen.

Mithilfe von Einschlussregeln können Sie Inhalte für eine bestimmte URL oder Gruppe von URLs mit Optionen für die Änderung einschließen, wie diese Inhalte durchforstet werden. Für Einschlussregeln stehen Kombinationen von drei Optionen zur Verfügung:

  • Links und nicht dem Inhalt an der URL für die Startadresse folgen. Diese Option ist nützlich für Websites mit Links zu relevanten Inhalten, wenn die Seite mit den Links irrelevante Informationen enthält.

  • Komplexe URLs durchforsten. Diese Option durchforstet URLs, die komplexe Zeichen enthalten. Je nach Website können diese URLs relevante Inhalte enthalten oder nicht. Da komplexe URLs häufig auf irrelevante Websites umgeleitet werden können, empfiehlt es sich, diese Option nur für Websites zu aktivieren, bei denen bekannt ist, dass der über komplexe URLs verfügbare Inhalt relevant ist.

  • Inhalte in SharePoint-Websites als HTTP durchforsten.

Unabhängig davon, ob eine Crawlregel Inhalte einschließt oder ausschließt, haben Administratoren die Möglichkeit, das Crawlkonto für die Regel zu ändern. Das Standardkonto für den Inhaltszugriff wird verwendet, es sei denn, in einer Crawlregel ist ein anderes Konto angegeben. Der Hauptgrund für das Verwenden eines anderen Crawlkontos für eine Crawlregel ist, dass das Standardkonto für den Inhaltszugriff keinen Zugriff auf alle Startadressen hat. Für diese Startadressen können Sie eine Crawlregel erstellen und ein Konto mit Zugriff auswählen.

Für die Erstbereitstellung empfiehlt es sich, mithilfe von Crawlregeln die durchforsteten Inhalte darauf zu konzentrieren, was gemäß den in der Informationsarchitektur definierten Konzepten und Geschäftsprozessen mit der höchsten Relevanz für Ihre Organisation am relevantesten ist. Da das Durchforsten von Inhalten Ressourcen und Netzwerkbandbreite beansprucht, ist es besser, eine kleinere Menge bekanntermaßen relevanter Inhalte einzuschließen als eine größere Menge von Inhalten, die ggf. nicht relevant ist. Nach der Erstbereitstellung können Sie die Abfrage- und Durchforstungsprotokolle überprüfen und Inhaltsquellen und Crawlregeln so anpassen, dass sie relevanter werden und mehr Inhalte einschließen.

Planen der Aufnahme von Dateitypen

Inhalte werden nur durchforstet, wenn die entsprechende Dateinamenerweiterung in der Aufnahmeliste der Dateitypen enthalten ist. Während der Erstinstallation werden mehrere Dateitypen automatisch aufgenommen. Wenn Sie die Inhaltsquellen für Ihre Erstbereitstellung planen, empfiehlt es sich zu prüfen, ob wichtige Inhalte Dateitypen aufweisen, die nicht aufgenommen wurden. Falls ja, fügen Sie diese Inhaltstypen hinzu. Wenn bestimmte Dateitypen hauptsächlich nicht relevante Inhalte aufweisen, können Sie diese Erweiterung aus der Liste mit den Dateitypen löschen. Daraufhin werden Dateinamen mit dieser Erweiterung von Durchforstungen ausgeschlossen.

Wenn Sie Dateitypen hinzufügen, müssen Sie auch sicherstellen, dass Sie über einen IFilter verfügen, der zum Durchforsten des Dateityps verwendet werden kann. IFilter für verschiedene Dateitypen werden von Drittanbietern angeboten. Bei Bedarf können Softwareentwickler IFilter für neue Dateitypen erstellen.

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Planen von Durchforstungsaspekten für Serverfarmen

Zusätzlich zu den Einstellungen, die auf SSP-Ebene konfiguriert sind, wirken sich mehrere von Serverfarmadministratoren verwaltete Einstellungen darauf aus, wie Inhaltsquellen durchforstet werden. Berücksichtigen Sie diese Einstellungen beim Planen der Durchforstung.

Die folgenden Einstellungen auf Farmebene wirken sich auf die Durchforstung aus:

  • Sucheinstellungen auf Farmebene

  • Crawlerauswirkungsregeln

  • Farmdienste

  • Gemeinsame Dienste für mehrere Farmbereitstellungen

Planen der Sucheinstellungen auf Farmebene

Zu den Sucheinstellungen auf Farmebene gehören die folgenden Einstellungen:

  • Kontakt-E-Mail-Adresse

  • Proxyeinstellungen

  • Timeouteinstellungen

  • SSL-Einstellungen

Die Kontakt-E-Mail-Adresse ist die Adresse der Person, die zu den Auswirkungen der Durchforstung von Inhaltsquellen kontaktiert werden soll. Diese Adresse wird in Protokollen für Administratoren der Server mit Startadressen angezeigt, damit diese Administratoren einen Ansprechpartner haben, wenn die Auswirkung der Durchforstung auf ihre Leistung und Bandbreite zu hoch ist oder andere Probleme auftreten. Die Kontakt-E-Mail-Adresse muss einer Person oder einem gut überwachtem Alias mit dem erforderlichen Fachwissen und der Verfügbarkeit für eine schnelle Reaktion auf Anfragen gehören. Unabhängig davon, ob der durchforstete Inhalt intern in der Organisation gespeichert wird oder nicht, ist ein schnelle Reaktionszeit wichtig.

Zu den Proxyeinstellungen gehört der Proxyserver, der zum Durchforsten von Inhalten verwendet wird. Der zu verwendende Proxyserver hängt von der Topologie der SharePoint-Bereitstellung und der Architektur anderer Server in Ihrer Organisation ab. Die Timeouteinstellungen dienen zum Begrenzen der Zeit, die der Suchserver wartet, während eine Verbindung mit anderen Diensten hergestellt wird. Die SSL-Einstellungen bestimmen, ob zum Durchforsten von Inhalten das SSL-Zertifikat exakt übereinstimmen muss.

Planen von Crawlerauswirkungsregeln

Mithilfe von Crawlerauswirkungsregeln können Sie die Last auf durchforsteten Servern verwalten. Crawlerauswirkungsregeln begrenzen, wie häufig Sie während der Durchforstung Dokumente von einer Website anfordern oder wie viele Dokumente Sie gleichzeitig anfordern können.

Für Inhalte innerhalb Ihrer Organisation können Sie sich mit Administratoren anderer Websites koordinieren und Crawlerauswirkungsregeln basierend auf der Leistung und Kapazität der Server festlegen. Für die meisten externen Websites ist diese Koordination nicht möglich. Deshalb empfiehlt es sich, lieber etwas zu wenig als zu viel zu durchforsten, um nicht den Verlust des Zugriffs für das Durchforsten der relevanten Inhalte zu riskieren.

Legen Sie während der Erstbereitstellung die Crawlerauswirkungsregeln so fest, dass die Auswirkung auf andere Server so niedrig wie möglich ist, wobei aber Inhalte weiter häufig genug durchforstet werden, damit es sich lohnt.

Während des Betriebs können Sie die Crawlerauswirkungsregeln basierend auf Ihren Erfahrungen und den Daten aus Durchforstungsprotokollen anpassen.

Planen der Bereitstellung mehrerer Serverfarmen

Basierend auf Sicherheits- und Architekturaspekten planen größere Organisationen häufig Bereitstellungen mit mehreren Serverfarmen. Eine Organisation nutzt ggf. eine Farm für das Erstellen von Inhalten und eine andere Farm für das Veröffentlichen von Inhalten im Internet. Andere Beispiele sind eine geografisch verteilte Bereitstellung mit Farmen für jede wichtige Niederlassung oder eine zusätzliche Farm für ein vertrauliches bzw. sensibles Projekt, das von anderen Projekten getrennt gehalten werden muss.

Wenn Sie mehr als eine Farm haben, müssen Sie planen, wie gemeinsame Dienste für Farmen konfiguriert werden. Auf der Seite "Anwendungsverwaltung" der Zentraladministration für jede Farm können Sie im Abschnitt "Gemeinsame Dienste von Office SharePoint Server" die Option zum Gewähren oder Konfigurieren gemeinsamer Dienste zwischen Farmen auswählen. Sie können jede Farm für das Verwenden von einer von drei Optionen konfigurieren:

  • Diese Farm partizipiert nicht an zwischen Farmen gemeinsam genutzten Diensten    Farmen mit dieser Option nehmen nicht an gemeinsamen Diensten zwischen Farmen teil und nutzen die gemeinsamen Dienste eines SSP in derselben Farm. Dies ist die Standardkonfiguration für eine kleine oder mittelgroße Organisation mit einer kleinen Bereitstellung und einer einzigen Serverfarm.

  • Diese Farm stellt zwischen Farmen gemeinsam genutzte Dienste bereit    Farmen, die Dienste anderen Farmen bereitstellen, sind auf das Verwalten von gemeinsamen Diensten zwischen Farmen ausgelegt und haben in der Regel eine größere Kapazität als Farmen für kleinere Abteilungen oder Organisationen.

  • Diese Farm nutzt die gemeinsamen Dienste einer anderen Farm     Serverfarmen, die gemeinsame Dienste nutzen, sind in der Regel Abteilungsfarmen, in denen abteilungsbezogene Portalwebsites oder kleinere Geschäftsanwendungen ausgeführt werden. Diese Farmen können auch eigene SSPs haben, damit sie die in der lokalen Farm verfügbare Dienste nutzen können, sollte der zentrale SSP nicht verfügbar sein.

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