Intelligente Sofortnachrichtenfilter: URL-Filter

Auf der Registerkarte URL-Filter können Sie festlegen, wie Links während einer Sofortnachrichtenunterhaltung behandelt werden.

URL-Filter aktivieren

Um die Verwendung von URLs (Uniform Resource Locators) in der Office Communications Server-Umgebung anhand der festgelegten Optionen zu begrenzen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen URL-Filter aktivieren und legen dann auf der Registerkarte URL-Filter die entsprechenden Optionen fest.

Alle Links blockieren (sowohl Intranet als auch Internet), die eine der auf der Registerkarte "Dateiübertragungsfilter" definierten Erweiterungen haben

Um aktive Intranet- oder Internetlinks zu blockieren, die eine Datei mit der auf der Registerkarte Dateiübertragungsfilter aufgelisteten Erweiterung enthalten, aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen. Beim Blockieren einer Sofortnachricht wird dem Absender eine Fehlermeldung angezeigt. Wenn diese Option aktiviert ist, hat sie Vorrang vor allen anderen Filteroptionen.

Wichtig : Stellen Sie sicher, dass die zu blockierenden Dateierweiterungen auf der Registerkarte Dateiübertragungsfilter angegeben sind. Die Filterung nach Dateierweiterungen ist auf Standarddateinamen beschränkt. Die Filterung kann möglicherweise nicht durchgeführt werden, wenn Dateierweiterungen in anderen Namen enthalten sind.

URLs des lokalen Intranets zulassen

Um nur aktive Internet-URLs zu blockieren, aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen. Wenn Sie diese Option ausgewählt haben, werden URLs für Adressen im Intranet über den Server gesendet. Jedoch werden Intranet-URLs auf einzelnen Servern, auf denen Office Communications Server 2007 R2 ausgeführt wird, je nach den Browsereinstellungen auf dem Servercomputer unterschiedlich definiert.

Behandlung von Links

Um festzulegen, wie die Linkblockierung für Sofortnachrichten implementiert wird, klicken Sie auf die entsprechende Option:

  • Um alle Sofortnachrichten zu blockieren, die einen Link enthalten, klicken Sie auf Sofortnachrichten blockieren, die Links enthalten. Wenn Sie diese Option auswählen, wird die Übermittlung von Nachrichten mit aktiven Links von Office Communications Server 2007 blockiert, und der Absender erhält eine Fehlermeldung.

  • Um Links in Sofortnachrichten in Nur-Text zu konvertieren und für jede Sofortnachricht, die einen Link enthält, eine Änderungsbenachrichtigung zu senden, klicken Sie auf Sofortnachrichten mit Links zulassen, jedoch Links in Text konvertieren. Geben Sie anschließend einen Hinweis von höchstens 300 Zeichen ein, der die Benutzer darüber informiert, dass das ursprüngliche Format des Links geändert wurde. Wenn Sie diese Option ausgewählt haben, werden URLs in Nachrichten über den Server gesendet, doch wird den Links ein Unterstrich vorangestellt, sodass sie nicht mehr aktiv sind und Benutzer nicht darauf klicken können.

  • Um am Anfang jeder Sofortnachricht mit einem Link eine Warnung einzufügen, klicken Sie auf Sofortnachrichten zulassen, die Links enthalten und geben dann eine Warnung von höchstens 300 Zeichen ein, die die Benutzer darüber informiert, mit welchen Risiken es verbunden ist, auf aktive Links zu klicken.

Geben Sie die Präfixe durch Leerzeichen getrennt ein, die von der URL-Filterung blockiert werden sollen.

Um Präfixe festzulegen, mit denen URLs blockiert werden sollen, geben Sie sie in die Liste ein. In diesem Feld wird eine Standardliste von URL-Typen angezeigt. Sie können dieser Liste URL-Typen hinzufügen oder daraus entfernen. Alle Einträge mit Ausnahme von "href" müssen mit einem Punkt oder Doppelpunkt oder mit einem Sternchen vor einem Punkt enden. Gültige Einträge in dieser Liste können beliebige Zeichen aus dem Satz gültiger URL-Zeichen mit Ausnahme des Sternchens (*) enthalten. Der Satz gültiger URL-Zeichen lautet: #*+/0123456789=@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ^_` abcdefghijklmnopqrstuvwxyz|~

Weitere Informationen online

Erweitern bzw. reduzieren

Mit dem intelligenten Sofortnachrichtenfilter können Sie die Office Communications Server-Bereitstellung mit minimaler Beeinträchtigung der Benutzerfreundlichkeit vor den häufigsten Formen von Viren schützen. Konfigurieren Sie mit dem intelligenten Sofortnachrichtenfilter Filter zum Blockieren unerwünschter oder potenziell schädlicher Sofortnachrichten von unbekannten Endpunkten außerhalb der Firewall Ihrer Organisation. Zum Konfigurieren von Filtern geben Sie die Kriterien an, um die zu blockierenden Elemente zu ermitteln, z. B. Sofortnachrichten mit Links und Dateien mit bestimmten Erweiterungen.

Der intelligente Sofortnachrichtenfilter erhöht den Umfang der zum Verarbeiten von URLs in einer Nachricht erforderlichen CPU-Ressourcen. Die höhere Beanspruchung der CPU-Ressourcen wirkt sich auch auf die Leistung von Office Communications Server selbst aus.

URL-Filter

Wenn eine Sofortnachricht zwischen Servern übermittelt wird, gelten die folgenden Grundsätze:

  • Wenn ein Server eine Sofortnachricht blockiert, erhält der Client, der die Nachricht gesendet hat, eine Fehlermeldung. Nachfolgende Server empfangen die blockierte Sofortnachricht nicht.

  • Wenn ein Server (S1) eine URL ändert, indem er sie in Nur-Text konvertiert und einen Änderungshinweis hinzufügt, wird der von S1 gesendete Hinweis von nachfolgenden Servern, die die Nachricht empfangen, nicht geändert. Wenn ein nachfolgender Server mit denselben Einstellungen diese Nachricht empfängt, wird der Änderungshinweis von S1 beibehalten und nicht vom Server geändert, entfernt oder ergänzt. Wenn ein nachfolgender Server mit anderen URL-Filtereinstellungen die Nachricht empfängt, z. B. S2, kann S2 den eigenen Sofortnachrichtenfilter anwenden und die Sofortnachricht blockieren, ändern oder ihr eine Warnung hinzufügen. Jeder Änderungshinweis bzw. jede Warnung von S2 wird direkt vor dem Änderungshinweis von S1 eingefügt.

  • Wenn ein Server (S1) eine Warnung zu einer Sofortnachricht hinzufügt, die einen aktiven Link enthält, und ein nachfolgender Server (S2), der die Nachricht empfängt, über andere Sofortnachrichtenfilter-Einstellungen verfügt, können auf der Grundlage dieses aktiven Links in der Sofortnachricht andere Aktionen ausgeführt werden. Der Sofortnachrichtenfilter von S2 kann die Sofortnachricht blockieren oder die URL ändern und in Nur-Text konvertieren. Wenn S2 so konfiguriert ist, dass er nur eine Warnung für diese URL hinzufügt, wird die frühere, von S1 in der Sofortnachricht eingefügte Warnung durch die Warnung ersetzt, die gemäß dem Sofortnachrichtenfilter von S2 konfiguriert wurde.

  • Wenn der sendende Server (S1) in einem besonderen Fall Intranet-URLs filtert, doch aktive Links nur mit einer Warnung zulässt, fügt S1 in jede Nachricht mit einem Intranet-URL eine Warnung ein. Wenn jedoch ein nachfolgender Server (S2), der diese Nachricht empfängt, Intranet-URLs zulässt, entfernt S2 den Warnungstext aus der Nachricht.

Ausführliche Informationen finden Sie im Abschnitt "Vorgänge" der Technischen Bibliothek zu Office Communications Server.

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