Herstellen einer Verknüpfung mit oder Importieren von Daten aus Salesforce

Herstellen einer Verknüpfung mit oder Importieren von Daten aus Salesforce

Salesforce ist eine cloudbasierte Unternehmenslösung für Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management, CRM), aus der Sie Daten importieren oder eine Verknüpfung damit herstellen können. Weitere Informationen finden Sie unter Salesforce.com.

  • Wenn Sie eine Verknüpfung zu Daten herstellen, erstellt Access eine bidirektionale Verbindung, die Änderungen an Daten in Access und Salesforce synchronisiert.

  • Wenn Sie Daten importieren, erstellt Access eine einmalige Kopie der Daten. Änderungen an Daten in Access oder Salesforce werden somit nicht synchronisiert.

Verbinden von Access mit Salesforce

Hinweis    Das Verknüpfen oder Importieren von Daten aus Salesforce wird nur in den folgenden Office 365 Enterprise-Plänen unterstützt: Office 365 ProPlus, Office 365 Enterprise E3 und Office 365 Enterprise E5. Weitere Informationen finden Sie unter Vergleich von Office 365 Enterprise-Plänen.

Vorbereitende Schritte

Sie wünschen einen reibungsloseren Ablauf? Dann treffen Sie die folgenden Vorbereitungen, bevor Sie die Verknüfung zu Daten herstellen oder Daten importieren:

  • Identifizieren Sie die erforderlichen Verbindungsinformationen, einschließlich eines Benutzernamens, Kennworts und Tokens. Wenn Sie versuchen, auf Salesforce über eine IP-Adresse zuzugreifen, die außerhalb des vertrauenswürdigen IP-Bereichs Ihres Unternehmens liegt, müssen Sie ein Sicherheitstoken eingeben. Dabei handelt es sich um alphanumerischen Code, bei dem die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden muss. Weitere Informationen finden Sie unter Zurücksetzen Ihres Sicherheitstokens.

  • Der für den Zugriff auf Salesforce verwendete ODBC-Treiber erfordert ein Salesforce-Konto, das auf der Developer Edition, Professional Edition, Enterprise Edition oder Unlimited Edition basiert. Um diesen Treiber verwenden zu können, muss der API-Zugriff aktiviert sein. Weitere Informationen finden Sie unter Steuern des Zugriffs einzelner API-Clients auf Ihre Salesforce-Organisation.

  • Identifizieren Sie die Tabellen, mit denen Sie eine Verknüpfung herstellen oder die Sie importieren möchten. Sie können eine Verknüpfung mit bzw. einen Import von mehreren Tabellen in einem einzigen Vorgang durchführen.

  • Beachten Sie die Anzahl der Spalten in jeder Tabelle. Access unterstützt maximal 255 Felder in einer Tabelle, sodass nur die ersten 255 Spalten verknüpft oder importiert werden.

  • Ermitteln Sie die Gesamtmenge der zu importierenden Daten. Die maximale Größe einer Access-Datenbank betragt 2 GB, abzüglich des für Systemobjekte erforderlichen Speicherplatzes. Wenn Salesforce umfangreiche Tabellen enthält, können Sie möglicherweise nicht alle Tabellen in eine einzige Access-Datenbank importieren. In diesem Fall sollten Sie eine Verknüpfung zu den Daten herstellen, statt sie zu importieren.

  • Sichern Sie Ihre Access-Datenbank und die darin enthaltenen Verbindungsinformationen unter Verwendung eines vertrauenswürdigen Speicherorts und eines Kennworts für die Access-Datenbank. Weitere Informationen finden Sie unter Entscheiden, ob einer Datenbank vertraut werden soll und Verschlüsseln einer Datenbank mithilfe eines Datenbankkennworts.

  • Planen Sie zusätzliche Beziehungen ein. Access erstellt eine Verknüpfung mit oder importiert ausgewählte(n) Tabellen im Salesforce-Datenmodell. Zugehörige Tabellen werden beim Verknüpfungs- oder Importvorgang jedoch nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zu diesem Datenmodell finden Sie unter Übersicht über Datenmodelle.

    Access erstellt die Beziehungen zwischen diesen verknüpften Tabellen nicht automatisch. Sie können die Beziehungen zwischen neuen und vorhandenen Tabellen mithilfe des Fensters "Beziehungen" manuell erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist das Fenster "Beziehungen"? und Erstellen, Bearbeiten oder Löschen einer Beziehung.

Phase 1: Erste Schritte

  1. Wählen Sie Externe Daten > Neue Datenquelle > Aus Online Services > Aus Salesforce aus.

  2. Führen Sie eine der folgenden Aktionen aus:

    • Wählen Sie zum Importieren die Option Importieren Sie die Quelldaten in eine neue Tabelle in der aktuellen Datenbank aus.

    • Wählen Sie zum Herstellen einer Verknüpfung die Option Erstellen Sie eine Verknüpfung zur Datenquelle, indem Sie eine verknüpfte Tabelle erstellen aus.

  3. Wählen Sie OK aus.

Phase 2: Eingeben von Anmeldeinformationen und Parametern für Verbindungszeichenfolgen

Führen Sie im Dialogfeld Microsoft Access – Mit Salesforce verbinden die folgenden Aktionen aus:

  1. Geben Sie in den Feldern Benutzername und Kennwort einen Benutzernamen und ein Kennwort ein.

  2. Geben Sie im Feld Sicherheitstoken ein Sicherheitstoken ein.

  3. Geben Sie optional im Feld Zusätzliche Verbindungszeichenfolgenparameter einen oder mehrere Verbindungsparameter ein.

    Weitere Informationen finden Sie unter Verbindungsparameter.

Phase 3: Auswählen der Tabellen, die Sie verknüpfen oder importieren möchten

  1. Wählen Sie im Dialogfeld Tabellen verknüpfen oder Objekte importieren unter Tabellen jede Tabelle aus, die Sie verknüpfen oder importieren möchten, und klicken Sie dann auf OK.

    Liste der Tabellen, die Sie verknüpfen oder importieren möchten
  2. Entscheiden Sie in einem Verknüpfungsvorgang, ob das Kennwort gespeichert werden soll.

    Sicherheit    Wenn Sie diese Option auswählen, brauchen Sie die Anmeldeinformationen nicht bei jedem Öffnen von Access und Zugreifen auf Daten erneut einzugeben. Hierbei wird jedoch ein nicht verschlüsseltes Kennwort in der Access-Datenbank gespeichert. Das bedeutet, Personen, die Zugriff auf den Quellinhalt haben, können den Benutzernamen und das Kennwort sehen. Wenn Sie diese Option auswählen, wird dringend empfohlen, die Access-Datenbank an einem vertrauenswürdigen Speicherort zu speichern und ein Access-Datenbankkennwort zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Entscheiden, ob einer Datenbank vertraut werden soll und Verschlüsseln einer Datenbank mithilfe eines Datenbankkennworts.

Phase 4: Erstellen von Spezifikationen und Aufgaben (nur für den Import)

Ergebnisse

Nach Abschluss eines Verknüpfungs- oder Importvorgangs werden die Tabellen im Navigationsbereich mit den gleichen Namen wie die Salesforce-Tabellen oder -Ansichten angezeigt. Wenn der jeweilige Name bereits verwendet wird, fügt Access bei einem Importvorgang "1" an den neuen Tabellennamen an. Sie können die Tabellen jedoch umbenennen und ihnen aussagekräftigere Namen geben.

Bei einem Importvorgang überschreibt Access nie eine Tabelle in der Datenbank. Sie können Salesforce-Daten nicht direkt an eine vorhandene Tabelle anfügen, Sie können jedoch nach dem Importieren von Daten aus ähnlichen Tabellen eine Anfügeabfrage erstellen, um die Daten anzufügen.

In der Salesforce-Tabelle schreibgeschützte Spalten sind bei einem Verknüpfungsvorgang auch in Access schreibgeschützt.

Tipp    Um die Verbindungszeichenfolge anzuzeigen, zeigen Sie auf die Tabelle im Access-Navigationsbereich.

Aktualisieren des Entwurfs der verknüpften Tabelle

Sie können in einer verknüpften Tabelle keine Spalten hinzufügen, löschen oder ändern und keine Datentypen ändern. Wenn Sie Änderungen am Entwurf vornehmen möchten, müssen Sie diese in Salesforce vornehmen. Damit die Entwurfsänderungen in Access angezeigt werden, aktualisieren Sie die verknüpften Tabellen:

  1. Wählen Sie Externe Daten > Tabellenverknüpfungs-Manager aus.

  2. Markieren Sie alle verknüpften Tabellen, die Sie aktualisieren möchten, wählen Sie OK und dann Schließen aus.

Verbindungsparameter

In der folgenden Tabelle werden die Verbindungsparameter beschrieben, die Sie im Dialogfeld Microsoft Access – Mit Salesforce verbinden im Feld Zusätzliche Verbindungszeichenfolgenparameter eingeben können.

Trennen Sie bei Eingabe mehrerer Parameter die einzelnen Namen durch ein Semikolon. Verwenden Sie die folgenden Syntaxbeispiele als Orientierungshilfe:

UID=myaccount;BulkBatchSize=9000;UseNumeric=1;

Schlüsselname

Beschreibung

Standardwert

Erforderlich

PWD

Das Kennwort für den Benutzernamen, den Sie im Feld "Benutzername" angegeben haben (der UID-Schlüssel).

Keiner

Ja

UID

Der Benutzername für Ihr Salesforce-Konto.

Keiner

Ja

AutoLogout

Wenn diese Option aktiviert ist (1), wird die Salesforce-Verbindung beendet, wenn der Treiber die Verbindung trennt.

Wenn diese Option deaktiviert ist (0), wird die Salesforce-Verbindung nicht beendet, wenn der Treiber die Verbindung trennt.

1

Nein

BulkBatchSize

Die maximale Anzahl von Zeilen in einem einzigen API-Massenaufruf beim Ausführen von DML. Der Maximalwert ist "10000".

5000

Nein

CERTSPATH

Der vollständige Pfad der PEM-Datei mit den Zertifikaten einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle für die Überprüfung des Servers. Wenn diese Option nicht festgelegt ist, verwendet der Treiber standardmäßig die vom Treiber installierte PEM-Datei mit den Zertifikaten einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle.

Die Datei "cacerts.pem" im Unterordner "\lib" des Installationsverzeichnisses des Treibers.

Nein

METADATALEVEL

Wenn diese Option aktiviert (der Schlüssel auf "1" oder "LIGHT" festgelegt) ist, leitet der Treiber die Metadaten basierend auf einer kleinen Auswahl der Daten und nicht basierend auf allen Daten ab.

Wenn diese Option deaktiviert (der Schlüssel auf "0" oder "FULL" festgelegt) ist, leitet der Treiber die Metadaten basierend auf allen Daten ab.

Deaktiviert (0 oder FULL)

Nein

PARSEMETHOD

Die vom Treiber zum Analysieren von Abfragen verwendete Abfragesprache. Wählen Sie eine der folgenden Einstellungen aus, oder legen Sie den Schlüssel auf einen der in den Klammern angegebenen Werte fest:

  • "Attempt to Parse Queries as SOQL Only" ("0" oder "SOQL_ONLY")

  • "Attempt to Parse Queries as SQL Only" ("1" oder "SQL_ONLY")

  • "Attempt to Parse Queries as SOQL First, Then SQL" ("2" oder "SOQL_FIRST")

  • "Attempt to Parse Queries in SQL First, Then SOQL" ("3" oder "SQL_FIRST")

"Attempt to Parse Queries as SOQL First, Then SQL" ("2" oder "SOQL_FIRST")

Nein

PROXYHOST

Der Hostname oder die IP-Adresse eines Proxyservers, über den Sie eine Verbindung herstellen möchten.

Keiner

Ja, wenn die Verbindung über einen Proxyserver erfolgt.

PROXYPORT

Die Nummer des Ports, mit dem der Proxyserver auf Clientverbindungen lauscht.

Keiner

Ja, wenn die Verbindung über einen Proxyserver erfolgt.

PROXYPWD

Das Kennwort, das Sie für den Zugriff auf den Proxyserver verwenden.

Keiner

Ja, wenn eine Verbindung mit einem Proxyserver hergestellt wird, der eine Authentifizierung erfordert.

PROXYUID

Der Benutzername, den Sie für den Zugriff auf den Proxyserver verwenden.

Keiner

Ja, wenn eine Verbindung mit einem Proxyserver hergestellt wird, der eine Authentifizierung erfordert.

QueryAll

Wenn diese Option aktiviert ist (1), können Salesforce-Benutzer nach gelöschten Datensätzen suchen, indem sie den Parameter "isDeleted=true" einschließen.

Wenn diese Option deaktiviert ist (0), können die Benutzer nicht nach gelöschten Datensätzen suchen.

0

Nein

SANITIZECATALOGNAME

Wenn diese Option aktiviert ist (1), ändert der Treiber die Katalognamen, indem alle ungültigen SQL-92-Kennungszeichen entfernt und alle Leerzeichen durch Unterstriche ersetzt werden.

Wenn diese Option deaktiviert ist (0), ändert der Treiber die Katalognamen nicht.

Deaktiviert (0)

Nein

URL

Die URL, die für das Herstellen einer Verbindung mit einem Salesforce-Sandkasten verwendet wird.

Keiner

Nein

UseAnalyticAPI

Wenn diese Option aktiviert ist (1), führt der Treiber Berichte mithilfe der Analytics-API aus.

Wenn diese Option deaktiviert ist (0), führt der Treiber Berichte über eine URL aus.

Aktiviert (1)

Nein

USELABEL

Wenn diese Option aktiviert ist (1), verwendet der Treiber die Feldnamen und Beschriftungen aus Salesforce als Namen und Beschriftungen in den zurückgegebenen Daten.

Wenn diese Option deaktiviert ist (0), verwendet der Treiber die Feldnamen aus Salesforce als Namen und Beschriftungen in den zurückgegebenen Daten.

Deaktiviert (0)

Nein

UseNumeric

Wenn diese Option aktiviert ist (1), gibt der Treiber Daten als SQL_NUMERIC-Datentyp und nicht als SQL_DOUBLE-Datentyp zurück.

Wenn diese Option deaktiviert ist (0), gibt der Treiber Daten als SQL_DOUBLE-Datentyp zurück.

Deaktiviert (0)

Nein

UseWVarChar

Mit dieser Option wird angegeben, wie Datentypen SQL zugeordnet werden. Wenn diese Option aktiviert ist (1), gibt der Treiber Daten als SQL_WVARCHAR-Datentyp und nicht als SQL_VARCHAR-Datentyp zurück.

Wenn diese Option deaktiviert ist (0), gibt der Treiber Daten als SQL_VARCHAR-Datentyp zurück.

Deaktiviert (0)

Nein

Ihre Fähigkeiten erweitern
Schulung erkunden
Neue Funktionen als Erster erhalten
An Office Insider teilnehmen

War diese Information hilfreich?

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Vielen Dank für Ihr Feedback. Es klingt, als ob es hilfreich sein könnte, Sie mit einem unserer Office-Supportmitarbeiter zu verbinden.

×