Erstellen eines Modells anhand einer vorhandenen Datenbank mittels Reverse Engineering

Mit dem Assistenten für Reverse Engineering in Microsoft Office Visio Professional können Sie ein Datenbankmodell aus einer vorhandenen Datenbank oder aus einer Microsoft Office Excel-Arbeitsmappe erstellen. Datenbankmodelle stellen die Struktur einer Datenbank grafisch dar, sodass die Beziehung von Datenbankelementen wie Tabellen und Ansichten untereinander erkennbar wird, ohne dabei die eigentlichen Daten anzuzeigen. Dies erleichtert das Erstellen einer neuen Datenbank bzw. das Verstehen der Struktur einer vorhandenen Datenbank.

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Übersicht darüber, was der Assistent für Reverse Engineering extrahiert

Vorbereitung zum Starten des Assistenten für Reverse Engineering

Reverse Engineering einer vorhandenen Datenbank

Sie können die Features für die Datenbankmodellierung nicht finden?

Sehr wahrscheinlich enthält Ihre Edition von Visio die Features, die Sie suchen, nicht. Klicken Sie in dem Menü Hilfe auf Info, um zu ermitteln, welche Edition von Visio Sie verwenden. Der Name der Edition wird im Dialogfeld in der ersten Textzeile angezeigt.

  • Microsoft Office Visio Standard enthält die Vorlage Datenbankmodelldiagramm nicht.

  • Microsoft Office Visio Professional unterstützt die Reverse Engineering-Funktionen für die Vorlage Datenbankmodelldiagramm (d. h. das Erstellen eines Modells in Visio mithilfe einer vorhandenen Datenbank), das Forward Engineering (d. h. das Generieren von SQL-Code mithilfe eines Visio-Datenbankmodells) jedoch nicht.

  • Sie finden die gesamte Palette an Funktionen für die Datenbankmodellierung, einschließlich der Reverse Engineering- und der Forward Engineering-Funktionen, in Visio für Enterprise Architects. Visio für Enterprise Architects ist in der MSDN Premium Subscription inbegriffen, die mit Visual Studio Professional und rollenabhängigen Editionen von Visual Studio Team System erhältlich ist.

Übersicht darüber, was der Assistent für Reverse Engineering extrahiert

Die Schemadefinitionsinformationen, die der Assistent extrahieren kann, hängen von einer Kombination von Faktoren ab, z. B. dem Funktionsumfang des DBMS (Datenbank-Managementsystem) und dem ODBC-Treiber. Der Assistent zeigt alle Elemente an, die er extrahieren kann, und Sie können die gewünschten Elemente auswählen. So kann es beispielsweise sein, dass Sie nur an 5 von 10 Tabellen oder an 2 von 4 Ansichten interessiert sind.

Beim Ausführen des Assistenten können Sie festlegen, dass der Assistent die Zeichnung automatisch erstellt und die Elemente, für die ein Reverse Engineering ausgeführt wurde, im Fenster Tabellen und Ansichten anzeigt. Wenn Sie nicht möchten, dass die Zeichnung automatisch erstellt wird, können Sie die Elemente aus dem Fenster Tabellen und Ansichten auf das Zeichenblatt ziehen, um das Datenbankmodell manuell zusammenzustellen.

Soweit sie im Ziel-DBMS verfügbar sind, können Sie die folgenden Elemente extrahieren:

  • Tabellen

  • Ansichten

  • Primärschlüssel

  • Fremdschlüssel

  • Indizes

  • Trigger (einschließlich Code)

  • Feldprüfungsbedingungen (einschließlich Code)

  • Gespeicherte Prozeduren (einschließlich Code)

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Vorbereitung zum Starten des Assistenten für Reverse Engineering

Wenn Sie bei einer Excel-Arbeitsmappe ein Reverse Engineering durchführen, müssen Sie vor dem Aufrufen des Assistenten die Arbeitsmappe öffnen und die Gruppe (oder den Bereich) mit Zellen angeben, die die Spaltenüberschriften enthält. Wenn Sie mehrere Tabellenblätter verwenden möchten, geben Sie einfach die Gruppe mit Spaltenzellen in den einzelnen Tabellenblättern an. Diese Bereiche werden im Assistenten wie Tabellen behandelt. Weitere Informationen zum Angeben eines Zellbereichs finden Sie in der Microsoft Office Excel-Hilfe im Thema zum Definieren von benannten Zellverweisen oder Zellbereichen.

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie den Standardtreiber auf die Zieldatenbank festlegen, für die ein Reverse Engineering durchgeführt werden soll, bevor Sie den Assistenten für Reverse Engineering ausführen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Assistent die systemeigenen Datentypen einwandfrei zuordnet und dass der gesamte, durch den Assistenten extrahierte Code im Fenster Code ordnungsgemäß angezeigt wird.

  1. Zeigen Sie im Menü Datenbank auf Optionen, und klicken Sie auf Treiber.

  2. Wählen Sie auf der Registerkarte Treiber den von Visio bereitgestellten Treiber für Ihr DBMS aus. Wenn Sie beispielsweise eine Access-Datenbank entwerfen, wählen Sie Microsoft Access aus.

    Hinweis : Wenn Sie ein Reverse Engineering für ein Excel-Tabellenblatt ausführen, wählen Sie ODBC-Treiber Universal aus.

  3. Klicken Sie auf Einrichten.

  4. Aktivieren Sie auf der Registerkarte ODBC-Treiber das Kontrollkästchen für den vom Anbieter bereitgestellten Treiber für Ihre DBMS. Wenn Sie beispielsweise eine Access-Datenbank erstellen, aktivieren Sie das Kontrollkästchen Microsoft Access-Treiber (*.mdb).

  5. Klicken Sie in jedem Dialogfeld auf OK.

Hinweis : Ein 32-Bit-ODBC-Treiber eines Drittanbieters muss aus einem ODBC Data Access-Paket mit einer höheren Versionsnummer als 2.0 stammen und mit ODBC Level 1 oder höher kompatibel sein. Ein OLE DB-Provider eines Drittanbieters muss mit der OLE DB-Spezifikation, Version 1.0 oder höher, kompatibel sein.

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Reverse Engineering einer vorhandenen Datenbank

  1. Zeigen Sie im Menü Datei auf Neu, dann auf Software und Datenbank, und klicken Sie auf Datenbankmodelldiagramm.

  2. Klicken Sie im Menü Datenbank auf Reverse Engineering.

  3. Führen Sie auf der ersten Seite von Assistent für Reverse Engineering folgende Schritte aus:

    • Wählen Sie den Microsoft Office Visio-Datenbanktreiber für Ihr Datenbank-Managementsystem (DBMS) aus. Wenn der Visio-Datenbanktreiber noch nicht mit einer bestimmten ODBC-Datenquelle verknüpft wurde, klicken Sie nun auf Einrichten.

      Hinweis : Wenn Sie ein Reverse Engineering für ein Excel-Tabellenblatt ausführen, wählen Sie ODBC-Treiber Universal aus.

    • Wählen Sie die Datenquelle der Datenbank aus, die aktualisiert werden soll. Wenn für die vorhandene Datenbank noch keine Datenquelle erstellt wurde, holen Sie dies jetzt nach, indem Sie auf Neu klicken.

      Wenn Sie eine neue Quelle erstellen, wird ihr Name zur Liste Datenquellen hinzugefügt.

    • Wenn die Einstellungen Ihren Vorstellungen entsprechen, klicken Sie auf Weiter.

    • Folgen Sie den Anweisungen in allen treiberspezifischen Dialogfeldern. Geben Sie beispielsweise im Dialogfeld Datenquelle verbinden einen Benutzernamen und ein Kennwort ein, und klicken Sie auf OK. Wenn die Datenquelle nicht kennwortgeschützt ist, klicken Sie auf OK.

  4. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen für die Art von Informationen, die Sie extrahieren möchten, und klicken Sie auf Weiter.

    Hinweis : Einige Elemente sind möglicherweise abgeblendet, da nicht alle DBMS alle Elemente unterstützen, die der Assistent extrahieren kann.

  5. Aktivieren Sie die Kontrollkästchen für die Tabellen (und Ansichten, falls vorhanden), die extrahiert werden sollen, oder klicken Sie auf Alles auswählen, um alle zu extrahieren. Klicken Sie dann auf Weiter.

    Hinweis : Wenn Sie für ein Excel-Tabellenblatt ein Reverse Engineering durchführen und in dieser Liste nichts angezeigt wird, müssen Sie wahrscheinlich den Zellbereich angeben, der die Spaltenüberschriften in der Kalkulationstabelle enthält.

  6. Wenn Sie das Kontrollkästchen Gespeicherte Prozeduren in Schritt 5 aktiviert haben, wählen Sie die Prozeduren aus, die extrahiert werden sollen, oder klicken Sie auf Alles auswählen, um alle zu extrahieren. Klicken Sie dann auf Weiter.

  7. Legen Sie fest, ob die Elemente, für die das Reverse Engineering durchgeführt wurde, automatisch zum aktuellen Zeichenblatt hinzugefügt werden sollen.

    Hinweis : Sie können festlegen, dass der Assistent die Zeichnung automatisch erstellt und die Elemente, für die ein Reverse Engineering ausgeführt wurde, im Fenster Tabellen und Ansichten anzeigt. Wenn Sie nicht möchten, dass die Zeichnung automatisch erstellt wird, können Sie die Elemente aus dem Fenster Tabellen und Ansichten auf das Zeichenblatt ziehen, um das Datenbankmodell manuell zusammenzustellen.

  8. Überprüfen Sie Ihre Auswahl, um sicherzustellen, dass die gewünschten Informationen extrahiert werden, und klicken Sie auf Fertig stellen.

Hinweis : Wenn Sie den ODBC-Treiber Universal verwenden, wird möglicherweise eine Fehlermeldung angezeigt, die angibt, dass die Informationen zum Reverse Engineering nicht vollständig sind. Dies stellt in der Regel kein Problem dar; klicken Sie einfach auf OK, um mit dem Assistenten fortzufahren.

Der Assistent extrahiert die ausgewählten Informationen und zeigt im Ausgabefenster Hinweise zur Extraktion an.

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