Beheben von Problemen mit Druckern, Scannern und LOB-Anwendungen, die E-Mails mithilfe von Office 365 senden

E-Mail-Clients stellen umsetzbare Fehlermeldungen bereit, wenn ein Problem auftritt. Das Senden von E-Mails von Geräten und Anwendungen ist weniger leicht zu beheben, und Sie erhalten möglicherweise keine eindeutigen Informationen. Dieser Artikel kann Sie bei der Problembehandlung unterstützen und er verwendet Druckerkonfigurationen als Beispiele.

Überprüfen Sie als ersten Schritt zum Beheben von Problemen die Konfiguration. Ausführliche Informationen zu den Konfigurationsoptionen finden Sie unter Einrichten eines Multifunktionsgeräts oder einer Anwendung zum Senden von E-Mails mithilfe von Office 365.

Nachfolgend finden Sie die drei Konfigurationsoptionen, die Ihnen dabei helfen zu erkennen, welche Konfiguration verwendet wird:

1. SMTP-Clientübermittlung (empfohlen)

  • Ihr Drucker ist mit dem Office 365-Server "smtp.office365.com" verbunden.

  • Sie haben eine E-Mail-Adresse und das Kennwort für das Druckerpostfach eingegeben.

  • Der Drucker kann E-Mails an Personen innerhalb und außerhalb Ihres Unternehmens senden.

Hier wird gezeigt, wie ein Multifunktionsdrucker mit SMTP-Clientübermittlung eine Verbindung zu Office 365 herstellt.

2. Direktes Senden

  • Ihr Drucker ist mit einem Office 365-Server verbunden, dessen Name mit "mail.protection.outlook.com" endet.

  • Es ist in Office 365 kein Verbinder für E-Mails eingerichtet, die über das Unternehmensnetzwerk gesendet werden.

  • Der Drucker kann E-Mails nur an Personen in Ihrem Unternehmen senden. Es können keine E-Mails an Empfänger außerhalb des Unternehmens gesendet werden.

Hier wird gezeigt, wie ein Multifunktionsdrucker Ihren Office 365-MX-Endpunkt verwendet, um E-Mails direkt ausschließlich an die Empfänger in Ihrem Unternehmen zu senden.

3. Office 365 SMTP-Relay

  • Ihr Drucker ist mit einem Office 365-Server verbunden, dessen Name mit "mail.protection.outlook.com" endet.

  • Es ist in Office 365 ein Verbinder für E-Mails eingerichtet, die über das Unternehmensnetzwerk an Office 365 gesendet werden.

  • Der Drucker kann E-Mails an Personen innerhalb und außerhalb Ihres Unternehmens senden.

Hier wird gezeigt, wie ein Multifunktionsdrucker mit SMTP-Relay eine Verbindung zu Office 365 herstellt.

Beheben von Problemen bei der SMTP-Clientübermittlung

  1. Überprüfen Sie die Einstellungen, die direkt in den Drucker eingegeben wurden:

    Druckereinstellung

    Wert

    Server/Smarthost

    smtp.office365.com

    Port

    Port 587 (empfohlen) oder Port 25

    TLS/StartTLS

    Aktiviert

    Benutzername/E-Mail-Adresse und Kennwort

    Vom Drucker verwendete Anmeldeinformationen des Office 365-Postfachs

  2. Wenn der Drucker kein Kennwort für die eingegebene E-Mail-Adresse erfordert, versucht der Drucker, die E-Mails ohne Anmeldung bei Office 365 zu senden. Die SMTP-Clientübermittlung erfordert vom Drucker die Anmeldung bei Office 365. Das direkte Senden und das Office 365 SMTP-Relay erfordern keine Anmeldung. Erwägen Sie stattdessen eine dieser Optionen.

  3. Der Drucker oder die Anwendung muss E-Mails über dieselbe Adresse senden, für die Sie während der E-Mail-Einrichtung die Anmeldeinformationen eingegeben haben. Wenn der Drucker oder die Anwendung versucht, E-Mails über ein anderes Konto zu senden, führt dies zu einem Fehler ähnlich dem Folgenden:

    5.7.60 SMTP; Client does not have permissions to send as this sender.

    Wenn Sie z. B. Anmeldeinformationen für "sales@contoso.com" in Ihre Anwendungseinstellungen eingegeben haben, die Anwendung aber versucht, E-Mails von "salesperson1@contoso.com" zu senden, wird dies nicht unterstützt. Verwenden Sie für dieses Szenario stattdessen Office 365 SMTP-Relay.

  4. Testen Sie den Benutzernamen und das Kennwort durch Anmeldung bei Outlook im Web, und versuchen Sie, eine Test-E-Mail zu senden, um sicherzustellen, dass das Konto nicht blockiert ist. Wenn der Benutzer blockiert ist, finden Sie Hilfe im Artikel Entfernen eines Benutzers, einer Domäne oder einer IP-Adresse aus der Sperrliste nach dem Senden einer Spam-E-Mail.

  5. Als nächstes testen Sie, ob Sie eine Verbindung mit Office 365 über Ihr Netzwerk herstellen können, indem Sie die folgenden Schritte ausführen:

    1. Befolgen Sie die Anweisungen zum Installieren des Telnet-Clienttools auf einem Computer im gleichen Netzwerk wie das Gerät oder die Anwendung.

    2. Führen Sie das Tool über die Befehlszeile aus, indem Sie telnet eingeben.

    3. Geben Sie open smtp.office365.com 587 ein (oder ersetzen Sie 25 für 587, wenn Sie stattdessen diese Porteinstellung verwenden).

    4. Wenn Sie erfolgreich mit einem Office 365-Server verbunden sind, erwarten Sie den Erhalt einer Antwortzeile, die der folgenden ähnelt:

      220 BY1PR10CA0041.outlook.office365.com Microsoft ESMTP MAIL Service ready at Mon, 1 Jun 2015 12:00:00 +0000

    5. Wenn Sie keine Verbindung mit Office 365 herstellen können, wurde Port 587 oder 25 möglicherweise von Ihrer Netzwerkfirewall oder dem Internetdienstanbieter blockiert. Beheben Sie dies, damit Sie E-Mails von Ihrem Drucker senden können.

  6. Wenn keines dieser Probleme auf Ihr Gerät zutrifft, erfüllt es möglicherweise nicht die Voraussetzungen für die TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security). Ihr Gerät muss TLS, Version 1.0 oder höher, unterstützen. Aktualisieren Sie die Firmware auf dem Gerät, um dieses Problem zu beheben, oder führen Sie eine der anderen Konfigurationsoptionen aus, bei denen TLS optional ist.

    Weitere Informationen zu TLS finden Sie unter So sichert Exchange Online mithilfe von TLS E-Mail-Verbindungen in Office 365. Ausführliche technische Informationen dazu, wie TLS von Exchange Online mit Verschlüsselungssammlungsreihenfolge verwendet wird, finden Sie unter Verbessern der Nachrichtenflusssicherheit für Exchange Online.

Dies kann durch eine Reihe von Problemen verursacht werden:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen Benutzernamen und das zugehörige Kennwort eingegeben haben.

  2. Versuchen Sie, sich mit dem Benutzernamen und Kennwort des Druckers bei OWA anzumelden. Senden Sie eine E-Mail, um sicherzustellen, dass das Postfach aktiv ist und nicht für das Senden von Spam blockiert wurde.

  3. Überprüfen Sie, ob Ihr Gerät oder die Anwendung TLS, Version 1.0 oder höher, unterstützt. Die beste Möglichkeit, dies zu überprüfen, besteht darin, ein Upgrade für die Firmware auf dem Gerät durchzuführen oder die Anwendung, über die Sie E-Mails senden, auf die neueste Version zu aktualisieren. Wenden Sie sich an den Gerätehersteller, um zu bestätigen, dass dieser TLS, Version 1.0 oder höher, unterstützt.

Dieser Fehler weist darauf hin, dass das Gerät versucht, eine E-Mail über eine Adresse zu senden, die nicht den Anmeldeinformationen entspricht. Ein Beispiel wäre, wenn Sie Anmeldeinformationen für "sales@contoso.com" in Ihre Anwendungseinstellungen eingegeben haben, die Anwendung aber versucht, E-Mails von "salesperson1@contoso.com" zu senden. Wenn sich die Anwendung oder der Drucker auf diese Weise verhält, verwenden Sie Office 365 SMTP-Relay, da dieses Szenario nicht von der SMTP-Clientübermittlung unterstützt wird.

Dieser Fehler weist darauf hin, dass Ihr Drucker eine Verbindung mit dem Endpunkt der SMTP-Clientübermittlung (smtp.office365.com) herstellt. Ihr Drucker muss sich jedoch auch bei einem Postfach anmelden, um eine E-Mail senden zu können. Dieser Fehler tritt auf, wenn Sie keine Anmeldeinformationen für ein Postfach in den Druckereinstellungen eingegeben haben. Ist keine Option zum Eingeben von Anmeldeinformationen verfügbar, unterstützt dieser Drucker die SMTP-Clientübermittlung nicht. Verwenden Sie stattdessen entweder das direkte Senden oder Office 365 SMTP-Relay. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten eines Multifunktionsgeräts oder einer Anwendung zum Senden von E-Mails mithilfe von Office 365.

Dieser Fehler weist darauf hin, dass das Gerät versucht, eine E-Mail aus einem Office 365-Postfach zu senden, das sich auf einer Liste "Blockieren" für Spam befindet. Hilfe hierzu finden Sie unter Entfernen eines Benutzers, einer Domäne oder einer IP-Adresse von einer Liste "Blockieren" nach dem Senden von Spam-E-Mails.

Beheben von Problemen beim direkten Senden

Dies kann durch eine Reihe von Problemen verursacht werden.

  1. Eine häufige Ursache für Probleme beim direkten Senden ist eine blockierte IP-Adresse. Wenn Antispamtools von Ihrem Unternehmen ausgehende Spamnachrichten erkennen, kann Ihre IP-Adresse durch eine Liste "Blockieren" für Spam blockiert werden. Überprüfen Sie mit einem Drittanbieterdienst wie MXToolbox oder WhatIsMyIPAddress, ob sich Ihre IP-Adresse auf einer Liste "Blockieren" befindet. Wenden Sie sich an das Unternehmen, dass Ihre IP-Adresse zur Liste "Blockieren" hinzugefügt hat. Office 365 verwendet diese Listen, um unseren Dienst zu schützen. Hilfe hierzu finden Sie unter Entfernen eines Benutzers, einer Domäne oder einer IP-Adresse von einer Liste "Blockieren" nach dem Senden von Spam-E-Mails.

  2. Um ein Problem mit Ihrem Gerät auszuschließen, senden Sie eine Test-E-Mail, um die Verbindung mit Office 365 zu prüfen. Befolgen Sie zum Senden einer Test-E-Mail die Schritte im Artikel Verwenden von Telnet zum Testen der SMTP-Kommunikation. Wenn Sie keine Verbindung mit Office 365 herstellen können, wurde die Kommunikation über Port 25 möglicherweise von Ihrem Netzwerk oder Internetdienstanbieter blockiert. Wenn Sie dies nicht rückgängig machen können, verwenden Sie stattdessen die SMTP-Clientübermittlung.

Dies weist darauf hin, dass Sie eine Verbindung mit dem Endpunkt der SMTP-Clientübermittlung (smtp.office365.com) herstellen, der nicht für direktes Senden verwendet werden kann. Verwenden Sie für das direkte Senden den MX-Endpunkt für Ihren Office 365-Mandanten, der mit "mail.protection.outlook.com" endet. Befolgen Sie die Schritte in Schrittweise Anleitungen zum direkten Senden, um Ihren MX-Endpunkt zu finden.

Dies ist beabsichtigt. Beim direkten Senden dürfen E-Mails nur an Empfänger in Ihrem Unternehmen gesendet werden, die in Office 365 gehostet werden. Wenn Sie E-Mails an externe Empfänger senden müssen, verwenden Sie die SMTP-Clientübermittlung oder Office 365 SMTP-Relay.

Es ist nicht möglich, eine IP-Adresse anstelle eines MX-Endpunkts zu verwenden. Dies kann dazu führen, dass Sie zukünftig keine Nachrichten mehr senden können. Wenn der MX-Endpunkt zu lang ist, erwägen Sie die Verwendung der SMTP-Clientübermittlung, die einen kürzeren Endpunkt (smtp.office365.com) aufweist.

Für das direkte Senden wird die Verwendung eines Geräts empfohlen, das über eine statische IP-Adresse sendet. Dadurch können Sie einen SPF-Eintrag (Sender Policy Framework) einrichten, der Sie dabei unterstützt zu verhindern, dass E-Mails als Spam gekennzeichnet werden. Überprüfen Sie, ob der SPF-Eintrag mit Ihrer statischen IP-Adresse eingerichtet ist. Eine Änderung beim Netzwerk oder Internetdienstanbieter könnte Ihre statische IP-Adresse ändern. Aktualisieren Sie den SPF-Eintrag, um diese Änderung widerzuspiegeln. Wenn Sie nicht über eine eigene statische IP-Adresse senden, sollten Sie stattdessen die SMTP-Clientübermittlung erwägen.

Beheben von Problemen mit Office 365 SMTP-Relay

Dies kann durch eine Reihe von Problemen verursacht werden.

  1. Eine häufige Ursache für Probleme beim Office 365 SMTP-Relay ist eine blockierte IP-Adresse. Wenn Antispamtools von Ihrem Unternehmen ausgehende Spamnachrichten erkennen, kann Ihre IP-Adresse durch eine Liste "Blockieren" für Spam blockiert werden. Überprüfen Sie mit einem Drittanbieterdienst wie MXToolbox oder WhatIsMyIPAddress, ob sich Ihre IP-Adresse auf einer Liste "Blockieren" befindet. Wenden Sie sich an das Unternehmen, dass Ihre IP-Adresse zur Liste "Blockieren" hinzugefügt hat. Office 365 verwendet diese Listen, um unseren Dienst zu schützen. Hilfe hierzu finden Sie unter Entfernen eines Benutzers, einer Domäne oder einer IP-Adresse von einer Liste "Blockieren" nach dem Senden von Spam-E-Mails.

  2. Um ein Problem mit Ihrem Gerät auszuschließen, senden Sie eine Test-E-Mail, um die Verbindung mit Office 365 zu prüfen. Befolgen Sie zum Senden einer Test-E-Mail die Schritte im Artikel Verwenden von Telnet zum Testen der SMTP-Kommunikation. Wenn Sie keine Verbindung mit Office 365 herstellen können, wurde die Kommunikation über Port 25 möglicherweise von Ihrem Netzwerk oder Internetdienstanbieter blockiert. Wenn Sie dies nicht rückgängig machen können, verwenden Sie stattdessen die SMTP-Clientübermittlung.

Änderungen am Netzwerk oder beim Internetdienstanbieter könnten Ihre statische IP-Adresse ändern. Dies führt dazu, dass Ihr Verbinder die Nachrichten an externe Empfänger nicht erkennt und nicht weiterleitet. Aktualisieren Sie den Verbinder und den SPF-Eintrag mit der neuen IP-Adresse. Führen Sie die Schritte in Konfigurieren von Office 365-SMTP-Relay aus, um die vorhandenen Einstellungen des Verbinders zu bearbeiten.

Office 365 SMTP-Relay erfordert von Ihrem Gerät, dass E-Mails über eine statische IP-Adresse gesendet werden. Überprüfen Sie, ob der SPF-Eintrag mit Ihrer statischen IP-Adresse eingerichtet ist. Eine Änderung beim Netzwerk oder Internetdienstanbieter könnte Ihre statische IP-Adresse ändern. Aktualisieren Sie den SPF-Eintrag, um diese Änderung widerzuspiegeln. Wenn Sie nicht über eine eigene statische IP-Adresse senden, sollten Sie stattdessen die SMTP-Clientübermittlung erwägen.

Siehe auch

Konfigurieren von IIS für Relay mit Office 365

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