Anzeigen von Pufferzeit in einem Projekt

Die Pufferzeit, auch als Verschiebbarkeit bezeichnet, ist die Zeit, für die ein Vorgang verschoben werden kann, bevor es zu einem Konflikt mit einem anderen Vorgang kommt. Die Pufferzeit wird automatisch berechnet, wenn Sie Projektvorgänge planen, und Sie können diese Pufferzeit im Bedarfsfall verwenden, wenn das Risiko einer Terminplanverzögerung besteht.

Diese Anweisungen gelten für Microsoft Project 2016, 2013 und 2010.

Informationen zur Pufferzeit (Verschiebbarkeit)

Standardmäßig und per Definition wird ein Vorgang mit einer Pufferzeit von null (0) als kritischer Vorgang betrachtet. Wenn ein kritischer Vorgang sich verzögert, verzögert sich der Projektendtermin ebenfalls. Um den kritischen Weg mit etwas mehr Pufferzeit auszustatten, können Sie die Standardeinstellung für die Pufferzeit im Dialogfeld Project-Optionen (Datei > Optionen) auf der Registerkarte Berechnungsoptionen im Feld Vorgänge sind kritisch, falls Puffer kleiner oder gleich ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Anzeigen des kritischen Wegs in Ihrem Projekt und Planen von Vorgängen mit Project: Hintergrundinformationen.

Zur Sicherstellung eines termingerechten Projektabschlusses sollten Sie versuchen, Vorgänge zu optimieren, die Pufferzeit aufweisen und sich nicht im kritischen Weg befinden. So können Sie beispielsweise freie Pufferzeit verwenden, um einen Vorgang zu verzögern, oder Sie können der zugehörigen Ressource einen anderen Vorgang zuweisen, um eine Verzögerung des Terminplans zu verhindern.

Es gibt positive oder negative gesamte Pufferzeit. Ein negativer Pufferwert gibt an, dass für einen Vorgang nicht genügend Zeit eingeplant wurde und dass mehr Zeit benötigt wird, um zu verhindern, dass sich der Fertigstellungstermin des Projekts verzögert.

Wenn Sie wissen möchten, wie Project die freie Pufferzeit berechnet, fügen Sie einer beliebigen Vorgangsansicht die Felder Pufferzeit Anfang und Pufferzeit Ende hinzu (klicken Sie in dieser Ansicht auf Neue Spalte hinzufügen, und wählen Sie dann die Felder aus). "Pufferzeit Anfang" ist hilfreich beim Abgleich von Projekten, die vom Endtermin aus geplant werden, und zeigt den Unterschied zwischen dem frühesten und spätesten Anfangstermin. "Pufferzeit Ende" ist hilfreich beim Abgleich von Projekten, die vom Anfangstermin aus geplant werden und zeigt den Unterschied zwischen dem frühesten und spätesten Endtermin. Der kleinere der beiden Pufferwerte ist die Menge der freien Pufferzeit.

Hier einige Punkte, die Sie im Hinblick auf Pufferzeiten bzw. Verschiebbarkeit berücksichtigen sollten:

Tipps

Erläuterungen

Achten Sie auf unveränderliche Einschränkungen

Wenn ein auf ein Datum eingeschränkter Vorgang einen Vorgänger besitzt, der so spät beendet wird, dass der Nachfolger nicht mehr zu dem in der Einschränkung angegebenen Termin begonnen werden kann, kommt es u. U. zu einer negativen Pufferzeit. Mit negativen Pufferzeiten wird der Endtermin des Projekts ggf. noch weiter eingeschränkt.

Stichtage ändern die Gesamtpufferzeit

Stichtage können sich auf die Gesamtpufferzeit von Vorgängen auswirken. Wenn Sie einen Stichtag eingeben, der vor dem Ende der Gesamtpufferzeit des Vorgangs liegt, wird die Gesamtpufferzeit neu berechnet, wobei der Stichtag statt des spätesten Endtermins für den Vorgang verwendet wird. Der Vorgang wird zu einem kritischen Vorgang, falls die neu berechnete Gesamtpufferzeit gleich Null ist.

Verwenden der Ansicht "Balkendiagramm: Einzelheiten" für die Suche nach Pufferzeit (Verschiebbarkeit)

  1. Klicken Sie auf Ansicht > Andere Ansichten > Weitere Ansichten.

    'Weitere Ansichten' im Menü 'Andere Ansichten'

  2. Doppelklicken Sie in der Liste Ansichten auf Balkendiagramm: Einzelheiten.

  3. Klicken Sie auf Ansicht > Tabellen > Terminplan.

    Eintrag 'Terminplan' im Menü 'Tabellen'

  4. Klicken Sie auf einen Vorgang, und schauen Sie sich die Werte für die Pufferzeiten in den Feldern Freie Pufferzeit und Gesamte Pufferzeit an.

    Wenn die Felder Freie Pufferzeit und Gesamte Pufferzeit nicht angezeigt werden, drücken Sie die TAB-TASTE, um zu diesen Feldern zu wechseln.

    Tipp : Zum Beheben von Planungsproblemen können Sie ggf. Vorgänge aus Phasen ohne Pufferzeit in Phasen verschieben, die zu viel Pufferzeit aufweisen.

Hinweis : Negative Werte für Pufferzeit können auf eine Terminplaninkonsistenz hinweisen. So wird beispielsweise für einen Vorgang mit einer Ende-Anfang-Beziehung zu einem anderen Vorgang, der vor dem Ende des ersten Vorgangs begonnen werden muss, ein negativer Pufferwert angezeigt. Ein negativer Pufferwert kann auch angezeigt werden, wenn der Endtermin eines Vorgangs nach dem Stichtag geplant ist.

Manuelles Hinzufügen von Pufferzeit zu Ihrem Terminplan

Es ist zwar hilfreich, dass Project selbst einiges an Pufferzeit vorsieht, dennoch kann es vorkommen, dass Sie manuell Pufferzeit hinzufügen möchten. Weitere Informationen zum manuellen Hinzufügen von Pufferzeit finden Sie in den folgenden Artikeln:

Diese Anweisungen gelten für Microsoft Project 2007.

Informationen zur Pufferzeit (Verschiebbarkeit)

Die Menge der Pufferzeit im Terminplan gibt an, wie lange Vorgänge verzögert werden können, bevor sich dies auf andere Vorgänge oder den Endtermin des Projekts auswirkt. Wenn Sie wissen, wo im Terminplan Pufferzeit vorhanden ist, können Sie Vorgänge verschieben, wenn bestimmte Phasen des Terminplans keine Pufferzeit enthalten und andere Phasen über zu viel Pufferzeit verfügen.

Die freie Pufferzeit ist der Zeitraum, um den ein Vorgang verzögert werden kann, bevor dessen Nachfolgervorgang sich verzögert. Anhand des Felds "Freie Pufferzeit" können Sie bestimmen, ob bei einem Vorgang Zeit für eine Verzögerung verfügbar ist. Dies kann hilfreich sein, wenn eine Ressource mehr Zeit für einen Vorgang benötigt, oder wenn Sie eine Ressource einem anderen Vorgang zuordnen möchten. Mithilfe des Felds "Freie Pufferzeit" können Sie außerdem bestimmen, wie Sie Verzögerungen im Terminplan wieder aufholen können.

Die gesamte Pufferzeit ist der Zeitraum, um den ein Vorgang verzögert werden kann, bevor sich der Endtermin des Projekts verzögert. Die gesamte Pufferzeit kann ein positiver oder ein negativer Wert sein. Wenn die gesamte Pufferzeit eine positive Zahl ist, gibt sie die Zeitspanne an, um die der Vorgang verzögert werden kann, ohne dass sich der Endtermin des Projekts verzögert. Ist die gesamte Pufferzeit eine negative Zahl, gibt sie die Zeitspanne an, die eingespart werden muss, damit sich der Projektendtermin nicht verzögert. Negative Pufferzeit bedeutet, dass für den Vorgang nicht ausreichend Zeit eingeplant ist. Dies liegt in der Regel an Einschränkungsterminen.

Standardmäßig und per Definition wird ein Vorgang mit einer Pufferzeit von 0 als ein kritischer Vorgang betrachtet. Wenn ein kritischer Vorgang sich verzögert, verzögert sich der Projektendtermin ebenfalls.

Verwenden der Ansicht "Balkendiagramm: Einzelheiten" für die Suche nach Pufferzeit (Verschiebbarkeit)

  1. Klicken Sie im Menü Ansicht auf Weitere Ansichten.

  2. Klicken Sie in der Liste Ansichten auf Balkendiagramm: Einzelheiten, und klicken Sie dann auf Übernehmen.

  3. Zeigen Sie im Menü Ansicht auf Tabelle, und klicken Sie dann auf Terminplan .

    Im Diagrammbereich der Ansicht wird Pufferzeit als dünne Balken rechts neben Vorgängen angezeigt. Die Pufferwerte werden neben den regulären Vorgangsbalken angezeigt.

    Drücken Sie die TAB-TASTE, um zu den Feldern "Freie Pufferzeit" und "Gesamte Pufferzeit" zu wechseln, wenn diese nicht im Tabellenbereich der Ansicht sichtbar sind.

Hinweise : Wenn Sie wissen, wo im Terminplan Pufferzeit vorhanden ist, können Sie Vorgänge verschieben, wenn bestimmte Phasen des Terminplans keine Pufferzeit enthalten und andere Phasen über zu viel Pufferzeit verfügen.

Pufferwerte können auch auf eine Terminplaninkonsistenz hinweisen. Beispielsweise tritt eine negative Pufferzeit auf, wenn für einen Vorgang eine Ende-Anfang-Abhängigkeit mit einem Nachfolgervorgang besteht und für den Nachfolgervorgang eine Einschränkung "Muss anfangen am" vorliegt, die vor dem Ende des ersten Vorgangs liegt. Negative Pufferzeit kann auch auftreten, wenn das Ende eines Vorgangs nach dem Stichtag geplant ist.

Verwenden von Vorgangsfeldern für die Suche nach Pufferzeit (Verschiebbarkeit)

Fügen Sie die Felder "Frühester Anfang", "Frühestes Ende", "Spätester Anfang" und "Spätestes Ende" zu einer Vorgangsansicht hinzu, um Verzögerungen zu analysieren und verfügbare Pufferzeit in Ihrem Terminplan zu finden.

"Frühester Anfang" und "Frühestes Ende" (Felder)

Wenn Sie einen Vorgang erstellen, sind der früheste Anfangstermin und der früheste Endtermin zunächst mit dem berechneten Anfangs- und Endtermin identisch. Sobald Sie den Vorgang mit Vorgänger- und Nachfolgervorgängen verknüpfen und Termineinschränkungen anwenden, werden der früheste Anfangstermin und der früheste Endtermin als das frühestmögliche Datum berechnet, an dem dieser Vorgang beginnen bzw. beendet werden kann, falls auch alle Vorgänger- und Nachfolgervorgänge zu ihren spätesten Anfangsterminen begonnen und zu ihren spätesten Endterminen beendet werden. Falls für den Vorgang eine Abgleichsverzögerung besteht, wird auch diese Verzögerung in den frühesten Anfangs- und Endtermin eingerechnet. Diese Berechnungen basieren auf einer festen Dauer.

"Spätester Anfang" und "Spätestes Ende" (Felder)

Wenn Sie einen Vorgang erstellen, entspricht der späteste Endtermin zunächst dem Projektendtermin, und der späteste Anfangstermin wird als der Projektendtermin abzüglich der Vorgangsdauer berechnet. Sobald Sie den Vorgang mit Vorgänger- und Nachfolgervorgängen verknüpfen und andere Einschränkungen anwenden, berechnet Project den spätesten Anfangstermin als das letzte mögliche Datum, an dem dieser Vorgang begonnen werden kann, falls auch alle Vorgänger- und Nachfolgervorgänge zu ihren spätesten Anfangsterminen begonnen und zu ihren spätesten Endterminen beendet werden.

Ebenso wird der späteste Endtermin als das spätest mögliche Datum berechnet, an dem dieser Vorgang beendet werden kann, falls auch alle Vorgänger- und Nachfolgervorgänge zu ihren spätesten Anfangsterminen begonnen und zu ihren spätesten Endterminen beendet werden. Falls für Nachfolgervorgänge eine Abgleichsverzögerung besteht, wird auch diese Verzögerung in das Datum in den Feldern "Spätester Anfang" und "Spätestes Ende" eingerechnet. Diese Berechnungen basieren auf einer festen Dauer.

Verwenden von Stichtagen zum Erstellen von Pufferzeit (Verschiebbarkeit)

In Microsoft Office Project 2007 können Sie Stichtage für einen Vorgang festlegen. Stichtage wirken sich auf die Berechnung der spätesten Endtermine, die Rückwärtsberechnung und die gesamte Pufferzeit für einen Vorgang aus.

Der Stichtag legt in der Regel das späteste Ende für einen Vorgang fest und wirkt sich daher auf die Rückwärtsberechnung aus. Die folgenden Fälle beschreiben die Ausnahmen von dieser Regel:

  • Wenn ein Vorgang eine Einschränkung "Muss anfangen am" (MAA) oder "Muss enden am" (MEA) aufweist und Sie die Beachtung von Einschränkungsterminen ausgewählt haben, entspricht das späteste Ende dem frühesten Ende.

  • Wenn der späteste Anfang abzüglich des Zeitabstands vor dem Stichtag für einen der Nachfolger des Vorgangs liegt, entspricht das späteste Ende dem spätesten Anfang dieses Nachfolgervorgangs abzüglich des Zeitabstands.

  • Wenn ein Vorgang eine Einschränkung "Anfang nicht später als" (ANSA) oder "Ende nicht später als" (ENSA) aufweist, ist das späteste Ende der früheste Wert im Feld "Frühestes Ende", "Stichtag" und "Spätester Anfang" eines Nachfolgers abzüglich des Zeitabstands.

Auch andere Einschränkungen für einen Vorgang mit einem Stichtag können sich auf den spätesten oder frühesten Anfangstermin auswirken. Beispielsweise muss der späteste Anfangstermin eines Vorgangs zuzüglich seiner Dauer nicht notwendigerweise mit dem spätesten Endtermin übereinstimmen.

Vorgänge mit der Einschränkung "So spät wie möglich" (SSWM) werden in der Regel am Stichtag beendet, doch können Vorgängervorgänge einen Vorgang über seinen Stichtag hinaus verschieben. In diesem Fall zeigt Office Project 2007 einen Indikator an, dass der Stichtag nicht eingehalten wird.

Wenn Sie ein Projekt vom Endtermin aus planen, wirken sich Stichtage auch auf das späteste Ende des Vorgangs aus. Obwohl ein Vorgang normalerweise so geplant wird, dass er am Stichtag endet, kann z. B. ein Vorgänger mit einer MAA-Einschränkung einen Vorgang über seinen Stichtag hinaus verschieben, und Office Project 2007 zeigt einen Indikator an, dass der Stichtag nicht eingehalten wird.

Überprüfen von freier Pufferzeit (Verschiebbarkeit) für den Abgleich von Projekten

Fügen Sie die Felder "Pufferzeit Anfang" und "Pufferzeit Ende" einer beliebigen Vorgangsansicht hinzu, wenn Sie überprüfen möchten, wie die freie Pufferzeit berechnet wurde.

Das Feld "Pufferzeit Anfang" enthält die Zeitdauer, die dem zeitlichen Abstand zwischen dem frühesten und spätesten Anfangstermin entspricht. Das Feld "Pufferzeit Ende" enthält die Zeitdauer, die dem zeitlichen Abstand zwischen dem frühesten und spätesten Endtermin entspricht. Der jeweils kleinere Wert von "Pufferzeit Anfang" und "Pufferzeit Ende" bestimmt die verfügbare freie Pufferzeit. Dies ist der Zeitraum, um den ein Vorgang verzögert werden kann, ohne dass sich dies auf den Anfangstermin eines Nachfolgervorgangs auswirkt.

Wenn ein Vorgang einen Ist-Anfangstermin und einen Stichtag aufweist, beträgt der Wert für die Anfangspufferzeit 0, und die Endpufferzeit berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Endtermin und dem Stichtagsdatum des Vorgangs.

"Pufferzeit Anfang" ist hilfreich beim Abgleich von Projekten, die vom Endtermin aus geplant werden. "Pufferzeit Ende" ist hilfreich beim Abgleich von Projekten, die vom Anfangstermin aus geplant werden.

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