Überblick über die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer für Office 365 ProPlus

Wichtig : Diese Informationen sind für Administratoren und IT-Experten bestimmt. Informationen zum Aktivieren einer persönlichen Kopie von Office finden Sie unter Aktivieren von Office 365, Office 2016 oder Office 2013.

Mithilfe der Aktivierung gemeinsam genutzter Computer können Sie Office 365 ProPlus auf einem Computer in Ihrer Organisation bereitstellen, auf den mehrere Benutzer zugreifen. Mehrere Pflegekräfte in einem Krankenhaus verbinden sich beispielsweise mit demselben Remoteserver, um ihre Anwendungen zu nutzen, oder eine Gruppe von Arbeitern teilt sich einen Computer in einem Werk.

Das gängigste Szenario für die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer ist das Bereitstellen von Office 365 ProPlus auf gemeinsam genutzten Computern mithilfe von Remotedesktopdiensten (Remote Desktop Services, RDS). Mithilfe von RDS können sich mehrere Benutzer gleichzeitig mit dem gleichen Remotecomputer verbinden. Die Benutzer können Office 365 ProPlus-Programme wie Word oder Excel gleichzeitig auf dem Remotecomputer ausführen.

Die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer erfolgt nur, wenn sich mehrere Benutzer denselben Computer teilen. Wenn Sie Benutzer mit individuell zugewiesenen Computern haben, wählen Sie die Product Key-Aktivierung für Office 365 ProPlus.

Aktivierung gemeinsam genutzter Computer für Office 365 ProPlus

Wenn Sie über einen Office 365-Plan verfügen, der Office 365 ProPlus beinhaltet, können Sie die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer verwenden. Stellen Sie sicher, dass Sie jedem Benutzer eine Lizenz für Office 365 ProPlus zuweisen, und dass sich die Benutzer am gemeinsam genutzten Computer mit ihrem eigenen Benutzerkonto anmelden.

Hinweis : Sie können die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer auch zum Installieren von Visio Pro für Office 365 oder Project Online-Desktopclient auf einem gemeinsam genutzten Computer verwenden, falls Sie über einen Abonnementplan verfügen, der diese Produkte einschließt.

Um bei der Bereitstellung von Office 365 ProPlus die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer zu ermöglichen, benötigen Sie die aktuelle Version von Office 2016-Bereitstellungstool, die kostenlos im Microsoft Download Center zur Verfügung steht.

Das Office 2016-Bereitstellungstool dient in Kombination mit einer einfachen Textdatei zum Installieren von Office 365 ProPlus auf dem gemeinsam genutzten Computer und zum Ermöglichen der Aktivierung gemeinsam genutzter Computer für diesen Computer. Fügen Sie die folgenden Zeilen hinzu, wenn Sie die Textdatei erstellen.

<Display Level="None" AcceptEULA="True" /> 
<Property Name="SharedComputerLicensing" Value="1" />

Nach der Installation von Office 365 ProPlus können Sie prüfen, ob die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer auf diesem Computer eingeschaltet ist.

Hinweise : 

  • Wenn Sie Office 365 ProPlus bereits bereitgestellt haben, können Sie die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer auf einem Computer aktivieren, indem Sie mit dem Registrierungs-Editor unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\ClickToRun\Configuration den Zeichenfolgewert "SharedComputerLIcensing" mit dem Wert "1" hinzufügen.

  • Wenn Sie zur Bereitstellung von Office 365 ProPlus Microsoft Application Virtualization (App-V) verwenden, müssen Sie in der Registrierung HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\16.0\Common\Licensing und einen DWORD-Wert verwenden.

  • Die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer können Sie auch mithilfe einer Gruppenrichtlinie aktivieren. Wenn Sie eine Gruppenrichtlinie verwenden, laden Sie die aktuellen Administrative Vorlagen für Office 2016 (ADMX/ADML) herunter, und aktivieren Sie die Richtlinieneinstellung "Aktivierung gemeinsam genutzter Computer verwenden". Sie finden diese Richtlinieneinstellung unter "Computerkonfiguration\Richtlinien\Administrative Vorlagen\Microsoft Office 2016 (Computer)\Lizenzierungseinstellungen".

Funktionsweise der Aktivierung gemeinsam genutzter Computer für Office 365 ProPlus

Nun soll erläutert werden, was passiert, nachdem Office 365 ProPlus auf einem Computer mit aktivierter gemeinsam genutzter Computeraktivierung installiert wurde.

  1. Ein Benutzer meldet sich mit seinem Benutzerkonto am Computer an.

  2. Der Benutzer startet ein Office 365 ProPlus-Programm wie Word.

  3. Office 365 ProPlus kontaktiert den Office-Lizenzierungsdienst im Internet zum Abrufen eines Lizenzierungstokens für den Benutzer.

    Um zu bestimmen, ob der Benutzer eine Lizenz für die Nutzung von Office 365 ProPlus hat, muss der Office-Lizenzierungsdienst das Konto des Benutzers für Office 365 kennen. Mitunter fordert Office 365 ProPlus den Benutzer auf, die Informationen bereitzustellen. Ggf. wird dem Benutzer das Dialogfeld Office aktivieren angezeigt.

    Aktivieren von Office

    Wenn Ihre Umgebung für die Synchronisierung von Office 365 und Netzwerkbenutzerkonten konfiguriert ist, werden dem Benutzer wahrscheinlich keine Eingabeaufforderungen angezeigt. Office 365 ProPlus sollte automatisch die benötigten Informationen zum Konto des Benutzers in Office 365 abrufen können.

  4. Wenn der Benutzer für Office 365 ProPlus lizenziert ist, wird ein Lizenzierungstoken auf dem Computer im Profilordner des Benutzers gespeichert, und Office 365 ProPlus wird aktiviert. Der Benutzer kann Office 365 ProPlus nun nutzen.

Diese Schritte werden für jeden Benutzer wiederholt, der sich am gemeinsam genutzten Computer anmeldet. Jeder Benutzer erhält ein eindeutiges Lizenzierungstoken. Nur weil ein Benutzer Office 365 ProPlus auf dem Computer aktiviert ist, heißt das nicht, dass Office 365 ProPlus für alle anderen Benutzer aktiviert wird, die sich am Computer anmelden.

Wenn ein Benutzer zu einem anderen Computer wechselt, auf dem auch die gemeinsame Computernutzung aktiviert ist, erfolgen dieselben Schritte. Es gibt ein unterschiedliches Lizenzierungstoken für alle Computer, an denen sich der Benutzer anmeldet.

Wenn sich ein Benutzer erneut an einem gemeinsam genutzten Computer anmeldet, verwendet Office 365 ProPlus dasselbe Lizenzierungstoken, sofern es noch gültig ist.

Weitere Informationen zur Aktivierung gemeinsam genutzter Computer für Office 365 ProPlus

  • Verlängerung des Lizenzierungstokens   Das auf dem gemeinsam genutzten Computer gespeicherte Lizenzierungstoken ist nur wenige Tage gültig. Sobald sich sein Ablaufdatum nähert, versucht Office 365 ProPlus, das Lizenzierungstoken zu verlängern, wenn sich der Benutzer am Computer anmeldet und Office 365 ProPlus nutzt.

    Wenn sich der Benutzer mehrere Tage nicht an dem gemeinsam genutzten Computer anmeldet, kann das Lizenzierungstoken ablaufen. Wenn der Benutzer versucht, Office 365 ProPlus das nächste Mal zu nutzen, kontaktiert Office 365 ProPlus den Office-Lizenzierungsdienst im Internet, um ein neues Lizenzierungstoken abzurufen.

  • Internetverbindung   Da der gemeinsam genutzte Computer den Office-Lizenzierungsdienst im Internet kontaktieren muss, um ein Lizenzierungstoken abzurufen oder zu verlängern, ist eine zuverlässige Verbindung zwischen dem gemeinsam genutzten Computer und dem Internet erforderlich.

  • Modus mit reduzierter Funktionalität   Wenn der Benutzer nicht für Office 365 ProPlus lizenziert ist oder das Dialogfeld Office aktivieren geschlossen hat, wird kein Lizenzierungstoken abgerufen, und Office 365 ProPlus wird nicht aktiviert. Office 365 ProPlus wird nun im Modus mit reduzierter Funktionalität ausgeführt. Dies bedeutet, dass der Benutzer Office 365 ProPlus-Dokumente anzeigen und drucken, aber nicht erstellen oder bearbeiten kann. Dem Benutzer wird in Office 365 ProPlus zudem die Meldung angezeigt, dass die meisten Features deaktiviert sind.

    Eingeschränkte Funktionalität
  • Aktivierungseinschränkungen   Normalerweise können Benutzer Office 365 ProPlus nur auf maximal fünf Computern installieren und aktivieren. Die Aktivierung von Office 365 ProPlus für die gemeinsame Computernutzung wirkt sich nicht auf diesen Grenzwert aus.

    Microsoft erlaubt einem einzelnen Benutzer die Aktivierung von Office 365 ProPlus auf einer angemessenen Anzahl gemeinsam genutzter Computer in einem bestimmten Zeitraum. Im unwahrscheinlichen Fall des Überschreitens dieses Grenzwerts wird eine Fehlermeldung angezeigt.

    Meldung über zu viele aktivierte Computer
  • Einmaliges Anmelden empfohlen  Die Verwendung von "Einmaliges Anmelden (SSO)" empfiehlt sich, um die Häufigkeit zu reduzieren, mit der Benutzer aufgefordert werden, sich zum Aktivieren anzumelden. Wenn das einmalige Anmelden konfiguriert ist, wird Office mit den Anmeldeinformationen aktiviert, die der Benutzer bei der Windows-Anmeldung bereitstellt, sofern dem Benutzer eine Lizenz für Office 365 ProPlus zugewiesen wurde. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Grundlegendes zur Office 365-Identität und zu Azure Active Directory.

    Wenn Sie das einmalige Anmelden nicht verwenden, sollten Sie den Einsatz von Roamingprofilen in Betracht ziehen und die beiden folgenden Ordner in das Roamingprofil einschließen:

    • %localappdata%\Microsoft\Office\16.0\Licensing

    • %localappdata%\Microsoft\Credentials

  • Roaming des Lizenzierungstokens  Ab Version 1704 von Office 365 ProPlus können Sie das Lizenzierungstoken so konfigurieren, dass es entweder mit dem Benutzerprofil wandert (roam) oder sich in einem freigegebenen Ordner im Netzwerk befindet. Bisher wurde das Lizenzierungstoken immer in einem bestimmten Ordner auf dem lokalen Computer gespeichert und war diesem speziellen Computer zugeordnet. In diesen Fällen wurde der Benutzer, wenn er sich an einem anderen Computer anmeldete, aufgefordert, Office auf diesem Computer zu aktivieren, um ein neues Lizenzierungstoken abzurufen. Die Möglichkeit für das Roaming des Lizenzierungstokens ist besonders hilfreich bei nicht beständigen VDI-Szenarien.

    Um das Roaming des Lizenzierungstokens zu konfigurieren, können Sie entweder das Office 2016-Bereitstellungstool oder eine Gruppenrichtlinie verwenden oder mithilfe des Registrierungs-Editors die Registrierung bearbeiten. Ungeachtet der ausgewählten Methode müssen Sie einen Speicherort für den Ordner bereitstellen, der für den Benutzer eindeutig ist. Der Ordnerspeicherort kann entweder Teil des Roamingprofils des Benutzers oder ein freigegebener Ordner im Netzwerk sein. Office muss in diesen Ordner schreiben können. Wenn Sie einen freigegebenen Ordner im Netzwerk verwenden, sollten Sie sich bewusst sein, dass Probleme mit der Netzwerklatenz sich negativ auf die Zeit zum Öffnen von Office auswirken können.

    Wenn Sie eine Gruppenrichtlinie verwenden, laden Sie die aktuellen Administrative Vorlagen für Office 2016 (ADMX/ADML) herunter, und aktivieren Sie die Richtlinieneinstellung "Pfad zum Speichern des für die Aktivierung gemeinsam genutzter Computer verwendeten Lizenzierungstokens angeben". Sie finden diese Richtlinieneinstellung unter "Computerkonfiguration\Richtlinien\Administrative Vorlagen\Microsoft Office 2016 (Computer)\Lizenzierungseinstellungen".

    Wenn Sie eine Office 2016-Bereitstellungstool verwenden, schließen Sie SCLCacheOverride und SCLCacheOverrideDirectory in das Property-Element der Datei "configuration.xml" ein. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurationsoptionen für das Office 2016-Bereitstellungstool.

    Wechseln Sie zum Bearbeiten der Registrierung zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\ClickToRun\Configuration, und führen Sie folgende Schritte aus:

    • Fügen Sie einen Zeichenfolgewert SCLCacheOverride hinzu, und legen Sie den Wert auf "1" fest.

    • Fügen Sie einen Zeichenfolgewert SCLCacheOverrideDirectory hinzu, und legen Sie den Wert auf den Pfad zu dem Ordner fest, in dem das Lizenzierungstoken gespeichert werden soll.

    Hinweis : Wenn Sie zur Bereitstellung von Office 365 ProPlus Microsoft Application Virtualization (App-V) verwenden, müssen Sie in der Registrierung HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\16.0\Common\Licensing verwenden.

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Siehe auch

Bereitstellen von Office 365 ProPlus mithilfe von Remotedesktopdiensten

Behandeln von Problemen bei der Aktivierung gemeinsam genutzter Computer für Office 365 ProPlus

Übersicht über die Lizenzierung und Aktivierung in Office 365 ProPlus

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